Verbraucherzentrale: Umbau oder Umzug?

Von: ja/sj
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Wer zur Verbraucherzentrale will, muss durch das Bürgerbüro gehen. Einen separaten Eingang gibt es nicht. Foto: Jörg Abels

Düren. Eine Marktgalerie ist für Verena Schloemer kein Zukunftsprojekt. Die Pläne des Dürener CDU-Politikers Rolf Delhougne, den ehemaligen Stammsitz der Sparkasse Düren in ein Einzelhandels- und Dienstleistungszentrum umzubauen, lehnt die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat ab. Das Bürgerbüro ist stark frequentiert und auch die Verbraucherzentrale ist dort an der richtigen Stelle, mitten in der Stadt, urteilt sie.

Die Politikerin der Grünen geht sogar noch einen Schritt weiter: Seit langer Zeit wartet die Verbraucherzentrale auf einen eigenen Eingang. Wir sollten deswegen noch einmal einen Vorstoß wagen, sagt sie. Ein eigener Eingang ließe die Verbraucherzentrale unabhängig von den Öffnungszeiten des Bürgerbüros werden. Bislang müssen Rat suchende einmal durch das Bürgerbüro, um die Verbraucherzentrale zu erreichen.

Gleichzeitig wäre es wünschenswert, die Raumaufteilung zu ändern, sagt Verena Schloemer. So gebe es auch aus datenschutzrechtlichen Belangen Bedarf für einen weiteren Beratungsraum. Bei der Vorstellung des jüngsten Jahresberichts hatte das Team der Verbraucherzentrale noch einmal die Pläne skizziert, das Beratungsangebot in Düren auszuweiten.

Gerade bei den Themen Versicherungen, Schadensfallberatung und Kapitalanlagen habe die Nachfrage der Verbraucher in den vergangenen Monaten stark zugenommen. Zum Teil werden solche Spezialberatungen schon am Spätnachmittag an alternativen Veranstaltungsorten angeboten.

Gut möglich, dass die Verbraucherzentrale auch unabhängig von der Umsetzung der Marktgalerie-Pläne umziehen muss. Hans Feltes, Leiter des Bürgerbüros, hat auch bereits ein Auge auf die Räume geworfen, um dem immer größer werdenden Besucherandrang im Bürgerbüro Herr zu werden. Aufwendige Umbauarbeiten wären dann nicht möglich.

Bleibt nur die Frage, wohin die Verbraucherzentrale umziehen könnte? Bürgermeister Paul Larue brachte im Finanzausschuss das von der Stadt angemietete, aber kaum noch genutzte Gebäude an der Weierstraße ins Spiel. Dort sollen mangels Alternative zwar erst einmal noch die städtischen Mitarbeiter untergebracht werden, die sich mit den Wahlen im September (Bundestag) und im Mai 2014 (Europaparlament und Kommunalwahl) beschäftigen, insbesondere die Briefwahl koordinieren, spätestens ab Juni des kommenden Jahres aber könnte die Verbraucherzentrale in das Gebäude an der Weierstraße umziehen.

Larue erklärte, dass er diesbezüglich das Gespräch mit der Leiterin der Verbraucherzentrale , Hildegard Dapper, suchen werde. Das aktuelle Raumproblem könnte mit dem Umzug ebenso gelöst werden wie das der eingeschränkten Öffnungszeiten in Verbindung mit dem Bürgerbüro und des fehlenden Eingangs.

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