Verboten ist alles, was Bäumen und Hecken schaden könnte

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Düren. Die Stadt Düren hat nach 28 Jahren eine neue Baumschutzsatzung erarbeitet. Diese regelt den Schutz des Baumbestands innerhalb der Bebauung. Ausgenommen sind Bebauungspläne mit land- und forstwirtschaftlicher Nutzung. Auch der Wald bleibt von der Satzung unangetastet.

Geschützt werden sollen Bäume mit einem Stammumfang von mindestens 80 Zentimetern, gemessen in einer Höhe von einem Meter. Die bisherige Satzung sah einem Stammumfang von 70 Zentimetern vor.

Es dürfen aber auch keine Bäume gefällt, geschädigt und in ihrem Aufbau wesentlich beschnitten werden, die mindestens zu dritt in einer Gruppe mit sich berührenden Kronen zusammenstehen, wenn ihr Stammumfang zusammen mindestens 100 Zentimeter beträgt. Geschützt sind darüber hinaus alle freiwachsenden Hecken mit einer Länge von mindestens zehn und einer durchschnittlichen Höhe von mindestens fünf Metern.

Verboten ist alles, was den Bäumen und Hecken schaden könnte: das Aufbringen einer wasserundurchlässigen Asphalt- oder Betondecke, Abgrabungen und Ausschachtungen unter dem Gehölz, das Ausschütten von Säuren, Ölen, Laugen, Farben und Abwässern, die Anwendung von Unkrautvernichtungsmitteln, soweit sie nicht speziell zugelassen sind, und die Anwendung von Streusalz. Darüber hinaus kann die Stadt Grundstückseigentümer auch dazu verpflichten, bestimmte Maßnahmen zur Pflege, zur Erhaltung und zum Schutz von gefährdeten Bäumen zu ergreifen.

Die Satzung führt aber auch Ausnahmen auf, beispielsweise wenn von dem geschützten Baum eine Gefahr ausgeht oder er so krank ist, dass er mit zumutbarem Aufwand nicht erhalten werden kann. Sollte ein geschützter Baum einem baurechtlich zulässigen Projekt im Wege stehen, so muss Ersatz gepflanzt werden. Unterbleibt dies, werden Ausgleichszahlungen fällig.

Fälle, in denen vorsätzlich oder bewusst gegen die Baumschutzsatzung verstoßen wird, können mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 Euro geahndet werden. Die neue Satzung soll in der Stadtratssitzung am kommenden Mittwoch, 12. Februar, verabschiedet werden.

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