Düren - Verbleib des Stadtmuseums: „Uns in die Debatte einbeziehen“

Verbleib des Stadtmuseums: „Uns in die Debatte einbeziehen“

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Düren. Mit der Debatte über die Dürener Kunstmeile, die unter anderem für das Stadtmuseum als neuen Standort die Peschschule vorsieht, setzt sich Bernd Hahne, Vorsitzender des Trägervereins des Stadtmuseums Düren, kritisch auseinander.

„Wieder einmal Gedankenspiele – schön, wenn man so permanent Gegenstand der öffentlichen Debatte bleibt. Noch schöner wäre es allerdings, wenn wir, die wir ja doch irgendwie betroffen sind, in diese Debatte einbezogen würden. Immer nur auf Umwegen über Pläne, die unsere Zukunft beinhalten, zu erfahren, ist auf die Dauer etwas irritierend“, schreibt Hahne.

Kritik übt Hahne auch an den unterschiedlichen Zahlen, die im Zusammenhang mit der Sanierung des Gebäudes Arnoldsweilerstraße, in dem das Stadtmuseum beheimatet ist, genannt werden. Bernd Hahne: „Mittlerweile ist ja schon von mehr als einer Million Euro die Rede, ohne dass irgendwo auch nur ansatzweise erläutert wäre, woher diese Summe kommt. Es gibt zwar ein Gutachten der derzeitigen Eigentümerin, das kommt aber zu ganz anderen Zahlen, zumal dort auch noch ein neuer Aufzug einbezogen war. Woher die städtischen Zahlen kommen, ist schleierhaft. Sie können kaum aus einem Rundgang von vier städtischen Mitarbeitern resultieren, die sich die Immobilie im vergangenen Sommer mal ‚angesehen‘ haben. Und dann hauen wir den Brandschutz noch drauf und sind ‚locker jenseits der Million‘.“ Die Schlussfolgerung von Hahne: „Das sind in unseren Augen eindeutig ‚politische‘ Zahlen.“

„Wir haben unsererseits immer die Bereitschaft erklärt, externe Mittel einzuwerben und dazu auch schon entsprechende Gespräche geführt“, erklärt der Vorsitzende des Trägervereins weiter: „Voraussetzung ist dabei aber immer die gesicherte Zukunft der Immobilie. Und die hängt nun schon seit Jahren in der Luft.“

Realistische Perspektive?

Hahne fordert von Stadt und Politik eine klare Aussage über die Zukunft des Stadtmuseums: „Natürlich könnten wir deutlich mehr Raum gebrauchen. Und natürlich wäre auch eine zusammenhängende Kulturmeile mit allen Museen für die Stadt ein beträchtlicher Gewinn. Aber wie realistisch ist diese Perspektive, vor allem, solange die Debatte um Schulstandorte weiter anhält? Darüber hätten wir gerne bald eine verlässliche Aussage und nicht immer neue Gedankenspiele.“

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