Birkesdorf - Verbandsliga-Handballer des Birkesdorfer TV überwinden Krise

Verbandsliga-Handballer des Birkesdorfer TV überwinden Krise

Von: Daniel Marx
Letzte Aktualisierung:
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Ernüchterung? Nein: Euphorie! Der Birkesdorfer TV überwindet die Krise.

Birkesdorf. Wer miterleben wollte, wie aus Ernüchterung Euphorie entstehen kann, der fand in den ersten drei Monaten der laufenden Saison der Handball-Verbandsliga beim Birkesdorfer TV das perfekte Anschauungsmaterial. Los ging es alles andere als erfolgreich.

Von den ersten sechs Partien bis Ende Oktober hatten die Schwarz-Gelben gerade einmal zwei gewonnen. Das war viel zu wenig für die hohen Ansprüche der Spieler und ihres Trainers Boris Lietz.

Lietz war nach dem Oberliga-Abstieg gekommen und musste jetzt nicht nur den Fehlstart moderieren, sondern auch die größer werdenden personellen Probleme. Noch bevor sich Pascal Schumacher Anfang November einen Knöchelbruch zugezogen hatte (der Rechtsaußen hat deswegen seine Karriere beendet), fehlte Fabian Plönnes (Studium) bei so gut wie jedem Spiel, und auch Tobias Botz konnte nur sporadisch eingesetzt werden.

Ein großes Handicap für den nicht sonderlich breiten Kader – und doch schaffte der BTV die Kehrtwende: Das 33:20 gegen den Dünnwalder TV am 5. November markierte, was damals wohl kaum jemand ahnte: den Beginn einer Serie.

Diese hielt fünf Siege an und führte den Klub auf Platz fünf – einen Punkt hinter die Aufstiegsplätze zur Oberliga, in die der BTV „mittelfristig wieder zurückkehren sollte“, sagt Lietz, der die Birkesdorfer insgesamt professioneller aufgestellt sehen will. „Natürlich zehren wir von unserer guten Jugendarbeit, aber damit wir die besten Spieler halten können und auch Talenten von extern eine gute Perspektive bieten, sollten wir uns weiterentwickeln.“

Der Klub müsse nicht zwingend in dieser Saison aufsteigen, „diesem Druck setzten wir unserer jungen Mannschaft bis ins Frühjahr nicht aus. Im nächsten Jahr sollten wir aber angreifen“.

Nach elf Partien stehen in der Liga bis in den Mai noch 15 aus, und auch im Kreispokal schreibt der BTV eine Erfolgsgeschichte: Dort steht Birkesdorf im Mai im Finale. Wie die Frauen und die Reserve übrigens auch, weswegen die Birkesdorfer hoffen, alle Endspiele an einem Wochenende in der Festhalle austragen zu können.

Ob der BTV dann noch in der Verbandsliga spielt oder vielleicht doch einen Aufstieg feiert, wird spannend zu beobachten sein. Auf all die Verletzungen und anderweitige Absenzen jedenfalls haben sie im Winter – unüblich im Handball – reagiert: Vom HSV Frechen stoßen Luca Feistkorn (Tor) sowie die beiden gelernten Rückraumspieler Julian Stötzel und Tobias Marquardt dazu. Alle drei seien laut ihrem neuen Trainer „Verstärkungen, die zudem überaus wichtig sind für die Konkurrenzsituation im Kader“. Die erste Partie nach der kurzen Winterpause bestreitet Birkesdorf am 14. Januar bei der HSG Euskirchen.

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