Düren - Väterchen Frost löst Maschas großes Problem

Väterchen Frost löst Maschas großes Problem

Von: Bruno Elberfeld
Letzte Aktualisierung:
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Die Tischpuppen von Tatjana Jurakowa (r.) und Waldemar Faber erzählen ihre Geschichte in einer verzauberten Winterlandschaft. Foto: Bruno Elberfeld

Düren. Allein schon die Kulisse wäre ein Besuch bei Becker & Funck wert gewesen. Auf der Bühne war alles in Weiß getaucht, die Verzierungen auf dem Vorhang handgehäkelt, die Aufbauten in einer strahlend-samtigen Landschaft verhüllt.

Becker & Funck war an diesem Sonntagnachmittag in dieser sagenhaften Kulisse das russisch-deutsche Wintermärchen „Väterchen Frost trifft Kaiser Karl“ angesagt. Theaterkünstlerin Tatjana Jurakowa hat dieses Märchen ins Deutsche übersetzt. Beim Spiel mit den Puppen wurde sie von Waldemar Faber unterstützt.

Der tiefe Winter

Die Handlung ist schnell erzählt. Es ist tiefer Winter in Russland, Natur und Menschen stöhnen unter der Last, Nahrung und Brennholz zu besorgen. Mascha lebt mit ihrer Stiefschwester Martha in einem Haus und dient dieser praktisch als Magd. Mascha trifft beim Wasserholen Hans, einen Freund aus Kindertagen, der sie heiraten möchte.

Martha aber, die böse Stiefschwester, zieht alle Register, damit Hans sie heiratet. Väterchen Frost schließlich löst das Problem zugunsten Maschas, die sich am Ende – als glückliche Braut – mit ihrer Schwester versöhnt.

Der Autor dieses Märchens möchte, dass die Zuschauer, Kinder und Erwachsene, mit Hilfe des Theaters geografische, kulturelle und persönliche Grenzen überschreiten. Der historische Hintergrund ist die Zeit Kaiser Karls des Großen. Ausgehend von seinen vielen Kaiserresidenzen, den Kaiserpfalzen, machte er mit seinem Heer immer wieder Streifzüge, um sein Reich nach Osten zu erweitern, dorthin, wo „Väterchen Frost“ in einer riesigen Landschaft residierte.

Es war eine wilde Zeit. Räuber verdienten ihr tägliches Brot durch Überfälle auf Vorüberziehende. Gestellt von dem jungen Hans, zudem ihrer Knüppel entledigt, bekennen sie, dass sie Hunger haben. Hans gibt ihnen beiden einen guten Rat: „Ein höfliches Wort an der richtigen Stelle kann oft besser als Waffen helfen!“ Man könne ja um Brot bitten. Hans wird von einem Zauberer in einen Bären verwandelt. Erst nach einer guten Tat – er hilft einem alten Mütterchen Sachen schleppen – wird er wieder in einen Menschen verwandelt.

Der Zug Kaiser Karls gen Osten wird akustisch und visuell hinter dem Vorhang angedeutet. Väterchen Frost tritt in einer Art Nikolauskostüm leibhaftig auf, zeigt sich hilfsbereit und gibt weise Ratschläge bis hin zu philosophischen Statements. „Alles, was hier passiert, hat Auswirkungen auf die ganze Welt“, mahnt Väterchen Frost Mascha, bevor er sie mit seinem Zauberschlitten nach Hause entlässt.

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