Merode - US-Armee zeichnet Meroder Ortsvorsteher aus

US-Armee zeichnet Meroder Ortsvorsteher aus

Von: sj
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Albert Trostorf ist für seine Bemühungen, das Schicksal eines vermissten Soldaten aufzuklären, mit einer Urkunde ausgezeichnet worden. Foto: sj

Merode. Die US-Armee hat dem Meroder Ortsvorsteher Albert Trostorf eine Anerkennungsurkunde verliehen. William E. Clements, Verbindungsoffizier der US-Streitkräfte für Norddeutschland, und seine Stellvertreterin Anne Adams überreichten Trostorf die Urkunde in Merode.

Der 47 Jahre alte Trostorf wird ausgezeichnet, weil er geholfen hat, das Schicksal eines seit 1944 vermissten amerikanischen Soldaten aufzuklären.

Bei Erdarbeiten im Jahr 1972 fand ein Landwirt in Merode die sterblichen Überreste eines US-Soldaten und ließ sie auf dem nahen Ehrenfriedhof Marienbildchen beerdigen. „1998 hat mich der Landwirt gebeten, ihm bei der Suche nach Spuren zu suchen”, berichtet Heimatkundler Trostorf.

Sterbliche Überreste des Obergefreiten Kermit E. Sargent

Er nahm den Kontakt zu deutschen und amerikanischen Dienststellen auf und recherchierte im Internet. Erst im Laufe der Jahre und nach viel Recherchearbeit stellte Trostorf fest, dass es sich offenbar um die sterblichen Überreste des Obergefreiten Kermit E. Sargent, Soldat im 26. US-Infanterieregiment, handelt, der den offiziellen Unterlagen zufolge seit dem 30. November 1944 in Merode vermisst wurde.

Die Nichte des gefallenen Soldaten, zu der Albert Trostorf schriftliche Korrespondenz unterhält, bekam mehr als 60 Jahre nach Ende des Krieges Klarheit über den Verbleib Ihres Onkels.

Anlässlich der Verleihung betonte Verbindungsoffizier William E. Clements, dass die US-Streitkräfte jeden vermissten amerikanischen Armeeangehörigen weiterhin als aktiven Soldaten betrachteten und die Regierung alle Energie dazu einsetze, alle noch offenen Schicksale aufzuklären.

Die Anerkennungsurkunde der Armee ist nicht die erste Auszeichnung für Albert Trostorf. Seit seiner Jugend setzt er sich mit der jüngsten Geschichte der „Herrschaft” und der Geschehnisse im Zweiten Weltkrieg auseinander.

Mehrfach hat er US-Veteranen und Mitglieder der US-Streitkräfte über die einstigen Schlachtfelder vom Nordrand des Hürtgenwaldes bis zur Westseite Dürens geführt. „Zeitgeschichte ist seit 30 Jahren mein großes Hobby”, sagt Trostorf.
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