Uruguayisches Duo begeistert an Klavier und Gitarre

Von: han
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Großartiges Duo: Gravina (links) und Campora präsentierten authentischen Tango und Milonga. Foto: CVD

Düren. Sie sind schon fast Dauergäste auf Schloss Burgau: Das uruguayische Duo Pablo Campora, Gitarre, und sein Partner Gonzalo Gravina, Klavier. Auch in ihrem neuerlichen Konzert begeisterten sie wieder mit ihren authentisch präsentierten Tangos und Milongas das Publikum im fast ausverkauften Saal.

Es was ein außergewöhnliches Konzert, das die beiden Musiker boten, eine Hommage an Asto Piazolla, daneben aber auch Eigenkompositionen und Traditionelles. Die beiden Künstler verstanden es, die Zuhörer in die Welt des Tangos, in ihre Volksmusik eintauchen zu lassen.

Gonzalo Gravina war der zurückhaltende Begleiter, wenn Pablo Campora seine Gitarre erklingen ließ. Er hatte ein unglaubliches Gefühl für sein Instrument, zog durch seine Art, wie er Melodien gestaltete und die Töne rhythmisch platzierte, das Publikum in seinen Bann, nahm es mit auf eine musikalische Reise durch die Stimmungswelt des Tangos mit seinen vielfältigen Möglichkeiten, Verzierungen und Verzögerungen. Ein spannungsvoller Bewegungsablauf von Hingabe und Selbstdarstellung entwickelte sich zwischen Klavier und Gitarre.

Das Konzert in der Hauptburg ist der wechselvollen Geschichte des südamerikanischen Staates zu „verdanken”. Während der Militärdiktatur in den 70er Jahren wurde der Vater des Gitarristen Pablo Campora inhaftiert. Die Familie floh nach Europa. In Deutschland fand sie Aufnahme beim Bruder des Verhafteten, der als Geiger im Orchester der Stadt Bonn beschäftigt war. Nach der Rückkehr der Demokratie in Uruguay ging Pablo Campora zurück nach Montevideo, wo er heute als Mitarbeiter des Goethe-Instituts lebt. Seit einigen Jahren besuchen der Gitarrist und sein kongenialer Partner einmal im Jahr Deutschland, um hinreißenden Tango zu bieten. Und Bonn und Beethoven verbanden sie im Zugabenteil mit einer „pathetischen Milonga für Elise”.

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