Langerwehe - Urnenstele spaltet weiterhin die Gemüter der Politiker

Urnenstele spaltet weiterhin die Gemüter der Politiker

Von: nh
Letzte Aktualisierung:
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Löst geteiltes Echo in Langerwehe aus: die Urnenstele in Derichsweiler.

Langerwehe. Erneut vertagt hat der Kulturausschuss seine Entscheidung über das Aufstellen von Urnenstelen auf den Friedhöfen im Gemeindegebiet. Die gemeinsame Besichtigung der Urnenstele auf dem Friedhof Derichsweiler spaltete die Gemüter: Den einen ist die Stele, die 32 Urnen aufnehmen kann, zu künstlerisch, anderen Politikern sagt sie durchaus zu.

Auch stellt sich die Frage, ob man eventuell auf allen Langerweher Friedhöfen gleichzeitig Urnenstelen aufstellt oder zunächst nur in Langerwehe - probeweise. Hier werden bekanntlich die relativ neuen Rasenreihengräber sehr gut angenommen.

Bereits in der Sitzung zuvor im November vergangenen Jahres hatte der Ausschuss die Entscheidung einstimmig verschoben, um sich in Derichsweiler ein Bild zu machen. Die Stele dort käme für die Gemeinde in Frage - auch wegen der leichteren Handhabung.

Offen blieb auch die Frage der Verwendung der Urnen nach Ablauf der 30-jährigen Nutzungszeit. Falls das Nutzungsrecht nicht verlängert wird, verfügt normalerweise die Friedhofsverwaltung über die Asche; diese würde dann an geeigneter Stelle des Friedhofs würdig in die Erde gegeben.

Die Grünen hatten seinerzeit angeregt, die oberirdische Urnenbestattung im Nischensystem, deren Einzelfächer durch Grabplatten verschlossen werden, möglich zu machen. Sie macht individuelle Pflege unnötig. Die Grabplatten könnten mit Namen und Datum versehen werden. Jede Nische hat Platz für zwei Urnen.

Eine Aluminium-Kunstguss-Stele kostet zwischen 7500 und 8000 Euro, eine Betonstele ist schon für 1500 bis 2000 Euro zu haben. Erstere hat den Vorteil, sehr leicht und unkompliziert aufzustellen zu sein. Die Entscheidung über die Machart sollte auch vom Umfeld abhängig gemacht werden (zum Beispiel Bepflanzung und Bänke für Angehörige zum Verweilen).

Die Rasenreihengräber in Langerwehe haben mittlerweile auch in D´horn, Heistern und Pier Gefallen gefunden. Da auf dem Friedhof Heistern aber keine Erweiterungsfläche mehr da ist, kämen dort aus Platzgründen generell nur Urnenstelen in Frage. Bei der Erweiterung des Pierer Friedhofs dagegen könnten auch Rasenreihengräber angelegt werden.
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