„Unterwegs“: Schauspielkunst und lästige Eltern

Letzte Aktualisierung:

Düren. Jugendliche haben immer etwas vor. Im Alter von zwölf bis 16 Jahren sind sie am liebsten „unterwegs“: Sie treffen sich mit Freunden oder verkrümeln sich in virtuelle Welten. Ihre Sehnsucht treibt sie dahin, wo die Freiheit lockt.

Kurzum: Sie probieren das Leben aus, auf allen Ebenen. Und die Eltern? Die nerven eigentlich nur, vor allem mit lästigen Fragen.

Das Thema „Unterwegs“ stand jetzt im Mittelpunkt eines Theaterabends des Faches Darstellen und Gestalten an der Heinrich-Böll-Gesamtschule. Unter der Leitung dreier Lehrerinnen und eines Lehrers entstand eine mitreißende Trilogie, die mit einfachen Bühnenmitteln jeweils eine ganz eigene Welt im Theatersaal erzeugte.

In der ersten Szene entführten die kreativen Schüler der Heinrich-Böll-Gesamtschule die Zuschauer in ihre virtuellen Welten. Der Jahrgang 6 war in einem Computerspiel unterwegs. Die Schüler mussten dabei ein gefährliches Labyrinth bewältigen, den Drachen entwischen, Prinzessinnen zu befreien, schade, dass die Mutter im entscheidenden Moment den Stecker zieht. Game over!

Abhauen von zu Hause? Mit dieser Frage befasste sich der Jahrgang 7. Ohne die lästigen Eltern lassen sich Jugendträume doch viel besser realisieren: Superstar werden, Handybesitzer oder einfach nur die Freiheit genießen!

Die Zuschauer konnten eine turbulente Flucht ans Meer miterleben, wobei die einzelnen Abschnitte verblüffend einfach mit Überschriften auf dem Overheadprojektor und passenden Projektionen in Szene gesetzt wurden. Wunderschön die Strandszene mit Handtüchern und Sonnenbrillen.

Dass Teenager-Jugendträume Aliens im Weltall möglicherweise dieselben Probleme haben, wie Teenager auf der Erde, zeigte die Szene der Schüler des Jahrgangs 9. Auf beiden Planeten fahren die Eltern alleine in den Urlaub und stressen ihre Kinder mit genauen Anweisungen darüber, wie sie sich zu verhalten haben.

Hier trafen im Sternschnuppenregen Dürener Kids auf echte Aliens. Besonders gelungen ist es den Jungschauspielern, mit einfachen Mitteln effektvolle Kostüme und Bühneneffekte selber zu entwerfen. Die Storys, vorwiegend der Fantasie der Schüler entsprungen, zeigten, wie einfallsreich Schüler biografische Elemente mit fantastischen zu verbinden wussten. Interessant war es für das Publikum auch zu sehen, wie die Schüler von Jahrgangsstufe zu Jahrgangsstufe ihr schauspielerisches Repertoire verbesserten.

Dies und der lang anhaltende Applaus in der ausverkauften Aula zeigten auch den Lehrern, dass es ihnen und ihren Schülern gelungen ist, mit ihrer Darbietung zu begeistern.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert