Unterschiedliche Sichtweisen der Infrastruktur in Berg

Von: bugi
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Nideggen. Wer im Nideggener Stadtteil Berg lebt, kann offenbar zu sehr unterschiedlichen Ansichten über die Infrastruktur im kleinen Ortsteil kommen. Hatte sich im Rahmen unseres „Kommunalchecks“ ein Berger Bürger deutlich über mangelnde Angebote beklagt, wollen andere Berger das so nicht stehen lassen.

 „Wir haben hier ein Restaurant, ein Hotel, eine Kneipe, einen Biergarten, einen Hofladen und eine Pedelec-Verleihstation“, listet Michael A. Heinen das Angebot auf. Heinen, der in Berg den Biker-Treff betreibt, veranstaltet ein bis zwei Mal im Monat einen Event und ist mit den Berger Eigenheiten vertraut: „Wenn wir zu einem Konzert 500 Gäste haben, sind vielleicht 50 aus Berg selbst.“

Beatrix Schumacher vom Hotel „Rosenflora“ formuliert es ähnlich: „Nur mit einer Dorfkneipe kann man heute nicht mehr existieren. Wir mussten uns verändern, sonst hätten wir längst zumachen können.“

Schumacher hat sich neben einem Bistro für die gehobene Gastronomie entschieden, und erreicht so nun Kunden bis in den Kölner Raum. Die Zeiten, wo die Dorfkneipe sonntags voll war, sind lange vorbei. Auf Kunden nicht nur aus Berg selbst setzen auch Heike und Manfred Hurtz mit ihrem Hofladen.

„Wir hatten anfangs nur regionale Produkte, das hat aber nicht gereicht. Also haben wir das Angebot ausgeweitet“, erläutert Heike Hurtz, die sich mit ihrem Mann auch im Berger Vereinsleben engagiert. So hat sich Ende September eine Dorfgemeinschaft neu gegründet.

Damit reagiert man auch auf die knappe Finanzlage der Kommune. Das Dorfgemeinschaftshaus und die Leichenhalle sollen übernommen werden, um die Stadt zu entlasten. Die hatte die Bürger schon in Eigenregie erbaut, ergänzt Manfred Hurtz. Es könne also gar keine Rede davon sein, dass Engagement und Angebote in Berg zu kurz kämen.

„Wir feiern hier viele Feste, die Dorfjugend organisiert den 1. Mai, wir haben die Gruppe der ‚rüstigen Rentner‘, die sich um vieles kümmert“, beschreibt Hurtz die Aktivitäten, die mit dem neuen Verein der Dorfgemeinschaft Berg-Thuir nun noch weiter ausgebaut werden sollen.

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