„Unter einem guten Stern“: Ausstellung im Haus des Gastes

Von: Anneliese Lauscher
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Agi Saller-Franke, Edith Cremer und Hannelore Junker freuen sich über lebhaftes Interesse an der neuen Ausstellung. Foto: Anneliese Lauscher

Heimbach. Die neue Ausstellung im Heimbacher Haus des Gastes steht hoffentlich „Unter einem guten Stern“, denn so haben die beiden Malerinnen sie betitelt. Am Samstag wurde sie vor spärlichem, jedoch sehr interessiertem Publikum eröffnet.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Edith Cremer freute sich, dass Hannelore Junker und Agi Saller-Franke nun bereits zum dritten Mal ihre Werke im Haus des Gastes zeigen. „Ich wünsche der farbenfrohen Ausstellung viele Gäste, die Muße zum Betrachten mitbringen“, sagte sie.

Aquarell sei ihre Leidenschaft, sagte Agi Saller-Franke, in lebhaften Gesprächen erläuterte sie ihre Arbeitsweise. Wie ein Strauß Blumen in kräftigen Farben zur Geltung kommt, wenn sie die Wasserfarben auf dickem Papier aufgetragen hat, wie zarte Blüten in einer Glasvase wirken, wenn sie dafür äußerst feines Papier gewählt hat – da fand sie aufmerksame Zuhörer.

Gefällige Kompositionen, Stillleben, Bilder aus Städten, die sie bereist hat, zeigen eine Entwicklung in ihrer Malerei auf. Bis hin zu einem leicht chaotischen Gebinde, einem Blumenknäuel, das sich mit Farn und Gras vermischt. „Ich hänge daran“, sagte sie strahlend. „An jede neue Arbeit gehe ich aufgeregt heran, das sieht man hier.“

Hannelore Junker hat Acrylbilder gemalt, teils gegenständlich, teils abstrakt. Im „Blankenheimer Geisterzug“ drängt sich durch den dunklen Ort und dunkel gekleidete Zuschauer eine leuchtend weiße Menge von Geistern, die mit Fackeln ein gespenstisches Licht auf die Häuser werfen. Ganz anders hat sie die Farben gewählt für ein Bild von spitzen Bergen, in dem Gelb und Grün vorherrschen und in dem das Auge von einem blauen Feld in der Mitte angezogen wird. Neu entdeckt hat sie die „Enkaustik“, dabei wird mit weißem oder farbigem Wachs gemalt, während das Papier auf einer warmen Platte liegt. Die Wachsfarben schmelzen und verlaufen.

Das Ergebnis ist nicht immer vorhersehbar, mit Freude berichtete Hannelore Junker von ihren Experimenten auf Bütten- oder Seidenpapier, einmal ist eine rote Blüte mit dunklen Sprenkeln entstanden. Die beeindruckenden Farbkompositionen hat sie gerahmt, besonders die kleinformatigen Bilder wurden zum Blickfang.

Die Ausstellung im Haus des Gastes der Stadt Heimbach, Über Rur, ist täglich von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr geöffnet, sie wird noch bis zum 26. Oktober gezeigt.

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