Unter Drogeneinfluss zugeschlagen: 26-Jähriger zeigt Reue

Von: hp
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Düren. Das war eine handfeste Schlägerei, sie sich am 22. Januar vergangenen Jahres morgens kurz nach 8 Uhr in einem Dürener Café abspielte.

Aus nichtigem Anlass griff ein jetzt 26-jähriger Mann aus Düren, der nach durchzechter Nacht und unmittelbar nach der Tat 2,25 Promille Alkohol im Blut hatte, zur Bierflasche und schlug damit einem 42 Jahre alten Gast auf den Kopf.

Dabei hatte dieser nur einen verbalen Streit zwischen dem Angreifer und dessen Ex-Freundin schlichten wollen. Obwohl das Opfer durch den Schlag eine stark blutende Platzwunde erlitt, nahm sich der Angreifer einen Billardstock und schlug mit dem dicken Ende des Queues weiter auf sein Gegenüber ein.

Das Opfer konnte den jungen Mann mit einem Barhocker auf Abstand halten, sonst hätte der Versuch, mit der spitzen Seite des inzwischen zerbrochenen Stockes einzustechen, vermutlich Erfolg gehabt.

Der Geschädigte, ein Monteur aus Cottbus, der nach Erledigung eines Auftrages kurz vor der Heimreise stand, erlitt eine rund sechs Zentimeter lange Platzwunde und behielt zwischen Augenbraue und Nase eine Narbe, die nur durch starkes Schminken verdeckt werden kann. Hinzu kommen psychische Folgen, denn seitdem kann der 43-Jährige nicht mehr unbeschwert und alleine in ein Lokal gehen.

Der Täter, der Dienstag als Angeklagter wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Dürener Schöffengericht stand, hat inzwischen offenbar sein Leben total umgekrempelt. Er sei selbst über seine Tat erschrocken gewesen und habe erkannt, dass derartige Ausraster immer im Zusammenhang mit seinem Drogen- und Alkoholkonsum standen, räumte der 26-Jährige ein. Seit dem Zwischenfall habe er keinen Alkohol und keine Drogen mehr konsumiert.

Sein Bewährungshelfer bestätigte die positive Entwicklung. Der Angeklagte habe früher nahe an der Verwahrlosung gestanden. Inzwischen habe er auch eine Ausbildung begonnen. Vor Gericht entschuldigte sich der Angeklagte bei dem damaligen Opfer.

Neben dem Geständnis habe das Gericht bei dem Angeklagten Reue und Einsicht erkannt, begründete der Vorsitzende Dr. Stephan Ebeling das Urteil von einem Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung. Das Strafmaß entsprach dem Antrag der Staatsanwaltschaft und ist bereits rechtskräftig.
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