Unsterbliche Jazz-Musik im Komm-Keller

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Joost Zoeteman, Hans Mantel und Hans Kwakkernaat begeisterten das Publikum im Komm. Foto: gkli

Düren. Mit dem Joost Zoeteman Trio gastierte am Freitagabend eine hervorragende Jazzformation im Kulturzentrum Komm in Düren. Mit ihrem Programm „Hello Oscar - Tribute to Oscar Peterson” bewiesen Joost Zoeteman (Gitarre), Hans Kwakkernaat (Piano) und Hans Mantel (Bass) ganz große Klasse.

Die niederlandischen Musiker kamen der unsterblichen Musik von Oscar Peterson nicht nur sehr nah, sie drückten ihr auch noch einen frischen Stempel auf.

Für seine geniale Virtuosität war der kanadische Pianist und Komponist, der 2007 starb, weltberühmt. Mit dem Bassisten Ray Brown und dem Gitarristen Barney Kessel feierte der schwarze Musiker große Erfolge. Unzählige Plattenaufnahmen und Konzerte mit berühmten Künstlern folgten. Hans Mantel führte im Komm humorvoll durch das Programm und wusste die Besucher nicht nur mit seinem aussergewöhnlich vielseitigem Kontrabassspiel, sondern auch mit selten gehörten Anekdoten zu begeistern.

Wer weiß schon, dass sich Oscar Peterson und Ray Brown gegenseitig gerne mal auf die Schippe nahmen. So drehte der Pianist einst dem Bassisten vor einem Konzert die Saiten locker, worauf der Bassist sich einige Tage später revangierte, in dem er Oscar Peterson viele kleine Stahlkugeln, die zusammen ein gewicht von zwölf Kilogramm auf die Waage brachten, auf die Klaviersaiten legte.

Das Werk „Tenderly“ fiel von der Akustik her dementsprechend merkwürdig aus. Die Musiker des Joost Zoetemann Trios dagegen gingen gepflegt miteinander um. Titel wie „Lady Is A Tramp“, „Blues for Kelly“ oder auch eine verjazzte Version des Operettenschlagers „Dein ist mein ganzes Herz“ trafen in vollem Umfang den Nerv der Zuhörer.

Wirklicher Glücksgriff

In Django Reinhardt-Manier flogen die Finger von Joost Zoeteman über den Gitarrenhals. Pianist Hans Kwakkernaat könnte, klaviertechnisch gesehen, fast als Zwillingsbruder von Oscar Peterson durchgehen. Den Veranstaltern von Planet Jazz ist mit der Präsentation vom Joost Zoeteman Trio ein wirklicher Glücksgriff gelungen. Das Publikum spendete den verdienten Applaus.

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