Unmut über Politiker und RWE-Verantwortliche

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In Merken nimmt die Interessen
In Merken nimmt die Interessensgemeinschaft die ersten Maßnahmen des Dorfentwicklungsplanes in Angriff. Auf dem Plan stehen die Umfeldgestaltung des renovierten Anna-Kappellchens und die Neubepflanzung des großen Beetes an der Roermonder Straße.

Merken. Nachdem sich die Interessensgemeinschaft Merken in den vergangenen Monaten eher den Gebäudeproblemen im Ort widmete, konnte nun endlich die erste Maßnahmen im Rahmen des Dorfentwicklungsplanes Merken fertiggestellt werden.

Bei der ersten Jahreshauptversammlung als eingetragener Verein wurden als Startprojekte die Umfeldgestaltung des renovierten Anna-Kapellchens an der Roermonder Straße und die Neubepflanzung des großen Beetes an der Peterstraße beschlossen. Sowohl die Planung als auch die Finanzierung wurden vom Verein übernommen.

Entfernung des Wildwuchses

Da die Heckenpflanzen für das Anna-Kapellchen erst Mitte Juli geliefert werden können, begannen die Mitglieder der Interessensgemeinschaft zuerst mit der Entfernung des Wildwuchses im Beet an der Peterstraße. Am vergangenen Samstag wurden dann die neuen Pflanzen eingesetzt. „Hier wird über die ganze Saison immer etwas blühen”, erklärt Alexa Berg, die den professionellen Pflanzplan erstellte. Das 26 Meter lange und durch Betonsteine eingefasste Blumenbeet wurde in fünf gleiche Bereiche aufgeteilt, die durch Übergänge von einander getrennt wurden.

Ein ordentliches Bild bieten

Ein Ziel war auch, pünktlich vor der Schützenfest-Parade im Juli dort ein ordentliches Bild zu bieten. „Bisher standen die Majestäten immer vor dem Beet, diesmal hoffentlich dahinter”. Die Pflege der Blumen wird von Anwohnern übernommen. Neben der praktischen Verschönerung des Ortes steht für die Interessensgemeinschaft aber auch wieder trockene Theorie an. Das Beteiligungsverfahren für den neuen Rahmenbetriebsplan (Restsee) des Tagebaus Inden II läuft, und die Merkener werden wieder eine umfangreiche Stellungnahme abgeben.

Auch wenn noch kein Urteil über die Verfassungsbeschwerde der Stadt Düren gegen die Änderung des alten Braunkohlenplanes gefallen ist, muss wegen einzuhaltender Fristen weitergeplant werden. „Wir sind nach wie vor geschlossen gegen diese Seelösung, allerdings wird das ausstehende Urteil für alle Beteiligten richtungsweisend sein. In dem einen Fall erhalten wir unseren Kindern die Möglichkeit, selbst über die Nutzung von benötigten Flächen zu entscheiden, im Anderen müssen wir auch heute schon mitwirken, um die negativen Auswirkungen auf unser Umfeld zu minimieren”, erläutert Horst Knapp.

Was in Merken allerdings gar nicht gut ankommt, ist nach Angaben des Vorstandes der Interessensgemeinschaft die „Propaganda” einiger RWE-Verantwortlicher und Politiker. „Da wird schon mal gerne die Tagebauphase mit der Rekultivierung vermischt oder behauptet, die Stadt hätte RWE verklagt”, sagt Knapp. „Wir Laien versuchen richtig und sachlich zu argumentieren und müssen uns von Profis so etwas anhören.” Trotzdem wird die Interessensgemeinschaft hier weiter konstruktiv in alle Richtungen arbeiten.
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