Düren - Unheilbar krank: Dürener schreibt über ein Leben mit schwerer Krankheit

Unheilbar krank: Dürener schreibt über ein Leben mit schwerer Krankheit

Von: Sarah Maria Berners
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Düren. „Zeit ist etwas, das fließt. Ein Fluss mit Kurven, Höhen und Tiefen, Abzweigungen und Zusammenschlüssen, Anfang und Ende. Zeit ist endlich, nicht unendlich. Genauso ist das Leben. Auch dieser Fluss des Lebens hat einmal ein Ende, bei manchen früher, bei anderen später.”

Der, der diese Worte geschrieben hat, ist einer, der selbst von einer lebensverkürzenden Krankheit, der Duchenne Muskeldystrophien betroffen ist. Gregor Loevenich geht offen mit dem Thema Tod um. „Es ist mir nicht wichtig, wie alt ich werde, sondern dass ich die Zeit bis dahin sinnvoll nutze”, sagt der 24-Jährige. Sinnvoll bedeutet für Gregor Loevenich auch, dass er sein Leben trotz der Einschränkungen aktiv gestaltet. Zum Beispiel mit dem Schreiben eines Buches. „Mein Leben ist wertvoll” hat er das 63 Seiten umfassende Buch genannt. Bundesfreiwilligendienstler René Frauenhoff hat ihn dabei unterstützt.

Er schreibt davon, wie er mit seinen Geschwistern im Keller spielte und wie plötzlich alles anders wurde, als die Mutter merkte, das ihre beiden Söhne häufig fallen. Die Diagnose folgte bald, dann die Therapien. Gregor Loevenich schildert wie sie aus den Kontrolluntersuchungen in Wuppertal kleine Ausflüge machten mit einem Abstecher in ein beliebtes Fastfood-Restaurant. Gregor Loevenich schreibt von Ausflügen, Operationen, Urlauben, Behandlungen, von seinem Glauben und dem Zeitpunkt, ab dem er auf den Rollstuhl angewiesen war.

Auf die Tränendrüse drückt Gregor Loevenich nicht. Er sieht vieles pragmatisch. „Ich habe gesehen, dass ich nicht mehr laufen konnte, also brauchte ich einen Rollstuhl”, schreibt er. Gregor Loevenich schildert auch ganz alltägliche Dinge, seinen Tagesablauf. Damit zeigt er, dass er abhängig ist - und das ihm das manchmal gar nicht passt. Leovenich schreibt offen und ehrlich, was er denkt und wie er fühlt. Dass er die 12. Klasse wiederholen musste, schiebt er nicht nur auf die Krankheit, sondern auch auf seine Faulheit.

Gregor Loevenich gibt in seinem Buch anderen Betroffenen Tipps, wie sie mit der Krankheit besser umgehen können und gibt auch denen Ratschläge, die nicht wissen, wie sie mit Behinderten Menschen umgehen sollen.

Das Buch ist zeitnah im Internet zu erhalten. Im Oktober soll es auch in Düren in den Handel kommen.
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