Unermüdlicher Einsatz für das „Tollrock“-Festival

Von: Anneliese Lauscher
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Das „Tollrock“-Team hatte wieder ein großes Festival auf die Beine gestellt. Foto: ale
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Die ersten Camper waren schon am Mittwoch angereist und freuten sich auf Bands wie... Foto: ale
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... „My’tallica“. Foto: ale

Schmidt. Wilde Gitarrenriffs und laut hämmernde Rhythmen schallten am Wochenende über den Rursee, die Fans sangen beim „Tollrock“-Festival mit und tanzten im Staub. Es war ein gelungenes Wochenende für die Veranstalter – vielleicht auch, weil Petrus ein Altrocker ist und das beste Wetter schickte.

100 Helfer waren unermüdlich gut gelaunt und sorgten für einen guten Betriebsablauf beim Festival in der Eifel. Tatsächlich scheint „Tollrock“ jährlich mehr Freunde zu gewinnen, sie kommen mittlerweile von überall her: Aus Düren, Aachen und Köln, aus allen Teilen der Eifel, aber es werden auch Freunde eingeladen, die sich aus Ulm, München, Hamburg und Mönchengladbach auf den Weg machen. „Wir haben schon am Mittwoch hier Camper aus Konzen angetroffen“, erzählt ein Mitglied des „Tollrock“-Teams. Die „Tollrocker“ haben vor dem Festival auch den Flüchtlingen, die derzeit in Schmidt leben, Tickets für das Musik-Fest geschenkt.

Schon am Freitag war richtig viel los. Den Anfang machte „Bipolar“ aus Düren mit „freaky crossover Metal“, genau das Richtige zum Einstimmen der Fans. „Kilminister“, eine Motörhead-Tribute-Band aus Halle/Saale, wurde von den Fans gefeiert und hatte sichtlich Spaß an ihrem Gastspiel in Schmidt.

Ihrem Auftritt hatte „My‘tallica“ schon entgegen gefiebert: Die Jungs waren zum zweiten Mal in Schmidt und freuten sich auf das begeisterungsfähige Publikum. Und schon erkannten die Fans den ersten Song, „Creeping Death“ und sangen mit. „Horsemen“ wurde zu einem wilden Ritt. Ein klasse Schlagzeugsolo wurde bejubelt, und auf der Leinwand im Hintergrund tauchten Bilder auf. Es gab spontanen Beifall, als das Publikum sah, worum es sich handelte: Das Festivalgelände im Abendlicht von oben, mittels einer Drohne aufgenommen.

Wer das Tollrock-Festival bisher noch nicht kannte wie beispielsweise Dieter Weber, der allgemeine Vertreter der Bürgermeisterin, konnte nur staunen: „Ich genehmige dieses Festival Jahr für Jahr, da wollte ich es mir auch mal ansehen. Es ist wirklich großartig, was die Schmidter hier auf die Beine stellen.“

Am Samstag durften zwei junge Bands, die sich für den „Tollrockerz“-Bandcontest angemeldet hatten, ausführlich ihr Können demonstrieren: Sie bekamen mehr Zeit, denn zwei der eingeplanten Bands hatten abgesagt. „Honeytruck“ aus Wildeshausen bei Delmenhorst machten das Rennen; ihr rockiger Crossover, getragen von der starken Stimme der Sängerin, Angelika Stelter, gefiel der Jury am besten. Dazu kam eine ausdrucksstarke Performance. Voller Freude nahmen die Fünf ihre Trophäe entgegen und versprachen, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.

„Thunderstorm“ heißt die Band aus Mainz, die sozusagen im letzten Augenblick einsprang und eine echte Überraschung war: „Old School Metal“ war ihre Devise, sie haben sich dem „Metal-Sound“ der 80er und 90er Jahre verschrieben. „Breaking the Law“ und „Bang your Head“ waren bekannte Songs nach dem Geschmack des Publikums. Und die Band war ebenfalls begeistert: „Das hat total Laune gemacht!“ Sie lobten die Veranstaltungsbedingungen, die man sich so überall wünschen würde.

Für ein Wiederhören mit Lenny Kravitz-Songs sorgten „Let Your Love Rule“ aus den Niederlanden; auch die „Fourtones“, die aus St. Petersburg kommen, bekamen viel Applaus für ihre eigenen Stücke, für gute rockige Live-Musik.

Der Platz hatte sich gefüllt, und bei den ersten Tönen von„Regatta de Blanc“ drängten die Musikfreunde nach vorn: Zu bekannten Hits von Sting und Police hüpften sie, schwenkten die Arme und sangen mit. Wirklich unglaublich, wie Nick Griese die Stimme von Sting imitieren konnte. Viele Fans tanzten auf dem Platz und waren richtig angewärmt, als „Mr. Thatcher“ ihnen mit Iron-Maiden-Titeln einheizte.

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