Und wieder erklingen Vivaldis Vier Jahreszeiten in der Kirche

Von: bel
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Begeistert waren die Besucher des Konzerts des Kammerorchesters Köln von der Leistung der Musiker im Altarraum der Nideggener Pfarrkirche St. Johannes Baptist. Foto: Anton Georg Gölle

Nideggen. Begeistert waren die Besucher des Konzerts des Kammerorchesters Köln von der Leistung der Musiker im Altarraum der Nideggener Pfarrkirche St. Johannes Baptist. Seit etwa zehn Jahren beglückt das Kammerorchester die Schlosskirche während der dunklen Jahreszeit.

Und um diese Jahreszeit zu erhellen, so formulierte es ein Mitarbeiter des Kammerorchesters, steht immer wieder Antonio Vivaldis „Die Vier Jahreszeiten“ auf dem Programm – von den Gästen in den immer wieder mit großem Applaus bedacht. „Die Menschen lieben die „Vier Jahreszeiten und Vivaldi“ lautet das Leitmotiv der Instrumentalisten. Warum sollen sie dann etwas Gutes nicht wiederholen?

Recht haben sie. Das bewies die Reaktion der Zuhörer im Kirchenraum, die die Musiker nach dem Konzert zu Zugaben aufforderten. Zu einschmeichelnd auch die Melodien Vivaldis, wenn Frühling und Sommer zu Wort kommen, Bäume und Sträucher sprießen lassen oder stürmisch und drangvoll das Leben erobern. Doch immer wieder lässt der Komponist innehalten, gibt Raum für Besinnlichkeit und Nachdenklichkeit.

Die Dialoge der Instrumente, der Geigen, des Cellos, des Basses und des Cembalos gestalten sich hier und da als ruppig, zögern aber immer wieder und nehmen die Gedanken und Gefühle der Gesprächspartner in sich auf, um dann wieder heftig aus der Haut zu fahren.

Mit einer technisch perfekten Leistung, virtuos gespielt, hallten besonders die langsamen, leisen und melancholischen Parts für lange Zeit in den Ohren der Musikfreunde.

Solist an der Geige war Anton Georg Gölle. Im zweiten Teil des Konzerts standen Werke zweier Komponisten auf dem Programmzettel. Dmitri Gornowsky interpretierte mit seinem Violoncello Tschaikowskys „Andante Cantabile“. Tschaikowskys Musik kann die Tiefe der slawischen Seele nicht verleugnen, wird schwermütig, lässt den Zuhörer an seine Endlichkeit denken, ein Phänomen, das seit Menschengedenken das Leben auf dem Erdtrabanten langsamer macht. Ein weiterer musikalischer Leckerbissen, das „Klarinettenkonzert“ von Mozart, läutete das Ende des Konzerts ein. Roman Kushniarou beherrschte die das Instrument meisterlich. Virtuos und empathisch interpretierte der in Weißrussland geborene Künstler die Melodien.

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