„Unbezahlbare Kulisse”: Studenten drehen im sterbenden Ort Pier

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Bedrückendes Chaos in einem Geisterort: In Pier ist das Finale des ZDF-Films „Die Vermissten” gedreht worden. Foto: Mischa Wyboris

Pier. Fahles Licht fällt durch mattes Fensterglas in das verwaiste Zimmer. Zarte Spinnweben umgarnen behutsam ein paar längst vergessene Bücher. Staubflocken haben den schweren Schreibtisch bevölkert. Das vergilbte Puzzle, das an der Wand lehnt, zeigt eine ländliche Idylle, die schon lange kein Abbild mehr des sterbenden Dorfes ist, in dem das Haus mit der Nummer 19 steht.

Ein Blick aus dem Fenster an der Grüntalstraße offenbart das reinste Chaos. Klapprige Fahrräder, alte Autoreifen und ausrangierte Möbel wuchern auf dem Rasen, Menschen wimmeln wild durcheinander.

Für vier Tage ist das Geisterdorf Pier wieder zum Leben erweckt worden. Drei Absolventen der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) nutzen die trostlose Kulisse für eine ZDF-Produktion. Mit „Die Vermissten” begehen Regisseur und Drehbuchautor Jan Speckenbach, Produzent Sol Bondy und Kamerafrau Jenny Ziegel ihre Abschlussarbeit. Rund 15 Wagen und 40 Crewmitglieder haben sie mitgebracht.

„Die Umsiedlung ist ein heikles Thema, wir mussten einiges an Überzeugungsarbeit leisten”, sagt Bondy über die Verhandlungen mit RWE - und ist dankbar, dass sie die Drehgenehmigung bekommen haben: „So eine Kulisse bekommt man für kein Geld der Welt.”
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