Düren - Umzug der Rurtalwerkstätten: Mehr Platz auch für zusätzliche Kollegen

Umzug der Rurtalwerkstätten: Mehr Platz auch für zusätzliche Kollegen

Von: sj
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Rurtalwerkstätten-Geschäftsführerin Sabine Stephan (2.v.l.) stellte am Donnerstag die Pläne des Neubaus vor. Foto: Stephan Johnen

Düren. Eine wichtige Aufgabe wird am besten als Team gemeistert. Daher haben sich alle 40 Mitarbeiter des Garten- und Landschaftsbaubereichs der Rurtalwerkstätten am Donnerstag auch am symbolischen ersten Spatenstich beteiligt.

Auf dem 15.500 Quadratmeter großen Stoppelfeld an der Rurstraße soll bis Mitte kommenden Jahres eine 1000 Quadratmeter große Halle errichtet werden, die den Garten- und Landschaftsbauern als Basis und Gerätelager dient. Gebaut wird die etwa 1,3 Millionen Euro teure neue Betriebsstätte von Gerd Pelzer, dem Geschäftsführer der „Glashütte Düren“, die Rurtalwerkstätten werden das Gebäude langfristig mieten.

Die Rurtalwerkstätten sind eine Einrichtung zur Eingliederung von Menschen mit Behinderung in das Arbeitsleben. Ziel ist es, allen Menschen eine angemessene berufliche Bildung und Beschäftigung zu ermöglichen, die aufgrund ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Handicaps oder Besonderheiten nicht oder noch nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt erwerbstätig sein können. Die Rurtalwerkstätten beschäftigen an mehreren Standorten mehr als 1000 Menschen mit Handicap.

Der Garten- und Landschaftsbaubereich, der Aufträge von Kommunen und aus privater Hand erhält, ist derzeit an der Veldener Straße untergebracht. „Die Situation ist dort etwas beengt, wir haben nach einer Alternative gesucht“, erklärt Geschäftsführerin Sabine Stephan. Die Dimension der Halle und der dazugehörigen Sozialräume ist so ausgelegt, dass bis zu 70 Mitarbeiter dort arbeiten können, also deutlich mehr als bisher. „Wir würden gerne auch neue Betätigungsfelder für unsere Mitarbeiter erschließen“, sagt Sabine Stephan mit Blick auf den neuen Standort.

Je nach Bedarf könne dieser auch noch erweitert werden. Unterstützung kündigte am Donnerstag Ludwig Leonards von der Agentur für Arbeit an. Der Bedarf nach weiteren Stellen der beruflichen Inklusion sei groß, die Agentur übernehme in den ersten 27 Monaten der beruflichen Rehabilitation die Finanzierung, später übernehme der Landschaftsverband diese Aufgabe. „In den Rurtalwerkstätten wird hervorragende Arbeit geleistet“, bedankte sich Leonards bei Geschäftsführerin Sabine Stephan und Inge Hehemeyer, der Vorsitzenden des Aufsichtsrates.

„In keiner anderen Mittelstadt gibt es so viele Angebote für Menschen mit Handicap“, freute sich Dürens Bürgermeister Paul Larue beim Griff zum Spaten. Arbeit sei ein wichtiger Baustein gesellschaftlicher Teilhabe. „Wir freuen uns, dass es endlich losgeht“, sprach Marcel Kick am Donnerstag für den Werkstattrat der Mitarbeiter. „Neue Kollegen sind herzlich willkommen“, sagte er. Doch zunächst müssen die Bagger anrollen. Die Halle werde ein gutes Stück von der Straße zurückgesetzt errichtet, stellte Gerd Pelzer am Donnerstag die Pläne vor. Das Außengelände soll mit einer Streuobstwiese zur Rurstraße hin möglichst naturnah gestaltet werden.

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