Inden/Eschweiler - Umweltaktivisten besetzen Bagger 282

Umweltaktivisten besetzen Bagger 282

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Die Arbeiten im Tagebau mussten für zwölf Stunden eingestellt werden, weil der Bagger 282 besetzt war. Foto: Patrick Nowicki

Inden/Eschweiler. Mehrere Umweltaktivisten haben in der Nacht zu Sonntag den Bagger 282 im Tagebau Inden besetzt. Der Notruf erreichte die Polizei gegen 1 Uhr.

Ersten Angaben nach hatte eine Gruppe mehrerer Umweltaktivisten einen Schaufellader passiert. Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass der Bagger „282“ besetzt wurde. Ermittlungen ergaben, dass sich sieben Personen auf zwei Plattformen verteilten: auf der niedrigeren Fläche, die sich auf circa 25 bis 30 Metern Höhe befand, traf ein Höheninterventionsteam der Polizei drei Männer und eine Frau an. Einer von ihnen hatte sich an dem Bagger festgekettet. Sukzessive begleiteten Polizeibeamte die Aktivisten zurück auf den Boden. Von dort aus transportierten mehrere Fahrzeuge sie zur Polizeiwache Düren. Hier sollte ihre Identität festgestellt werden. Mit Abschluss der Maßnahmen wurden sie entlassen.

Gleiches galt für drei Personen, die auf einem höher gelegenen Plateau in ungefähr 35 bis 40 Höhenmetern saßen. Hier hatten sich jeweils ein Mann und eine Frau an dem Bagger festgekettet, während eine weitere Frau angeseilt an dem Bagger hing. Auch sie mussten von der Polizei geborgen werden. Die Arbeiten an der Abbruchkante – in Höhe der ehemaligen Ortslage Pier – waren direkt zu Beginn der Aktion der Umweltaktivisten eingestellt worden.

Insgesamt handelte es sich um drei Frauen und vier Männer, die den Einsatz bis etwa 12.45 Uhr, also knapp zwölf Stunden, andauern ließen. Eine Frau wurde auf eigenen Wunsch durch einen Sanitätsdienst des Energiekonzerns behandelt. Anschließend begleiteten rettungsdienstliche Ersthelfer sie in ein Krankenhaus. Nach einer ambulanten Behandlung konnte sie dieses verlassen. Fest steht, dass die Frau nicht durch Fremdeinwirkung verletzt wurde. Gegen die festgestellten Personen wurden Strafanzeigen gefertigt. Die Ermittlungen dauern derzeit weiter an.

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