Umstrukturierung der Job-com soll nicht zurückgedreht werden

Von: sj
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Kreis Düren. Der Kreis Düren plant die Dienststellen der Job-com auf die Standorte Düren und Jülich zu konzentrieren. Diese Zentralisierung soll die Sicherheitsstandards für die Mitarbeiter verbessern und den Service verbessern, argumentierte die Kreisverwaltung im Juli. Da alle Kleinstdienststellen in Rathäusern bis zum 31. Dezember geschlossen werden sollen, hatte der Kreis die angemieteten Räume bereits gekündigt.

Jülichs Politik hat dem Kreis nun aber eine Abfuhr für das Alte Rathaus erteilt. Der Hauptausschuss kippte das Nutzungskonzept der Stadtverwaltung und schloss damit aus, dass die Kreisverwaltung – wie geplant – ihre Aktivitäten im Alten Rathaus bündeln kann.

Städtische Immobilien, die theoretisch als Sitz der Job-com geeignet wären, sollen verkauft werden, die Stadt Jülich soll ihre Ämter komplett im Neuen und Alten Rathaus sowie dem Hexenturm zusammenfassen.

Wird die geplante Umstrukturierung der Job-com nun zurückgedreht? „Die Zentralisierung ist weiterhin geplant“, betonte Landrat Wolfgang Spelthahn auf Nachfrage. Er nehme die Jülicher Entscheidung zur Kenntnis, verweist aber noch einmal auf die Notwendigkeit, „die Sicherheitsstandards zu erhöhen“.

Zum Hintergrund: Im Heimbacher Rathaus war 2012 ein Job-com-Mitarbeiter von einem Kunden mit einem Messer bedroht worden. Es herrsche zudem auch ein breiter Konsens, dass eine Bündelung der Kräfte die Effektivität der Arbeit steigere. Eine Zentralisierung spare zudem Kosten von mehr als 500.000 Euro ein.

„Wir haben mittlerweile andere Immobilien angeboten bekommen“, berichtete Spelthahn. Die Suche nach Alternativen sei vielversprechend. „Wir hätten städtische Immobilien bevorzugt, werden uns aber auch Angebote von Privaten anschauen“, sagte er.

Gerüchte, es gebe einen dritten Job-com-Standort in Aldenhoven, wies er zurück. „Der Bürgermeister hatte uns angeboten, dort für den Übergang Räume nutzen zu können“, erklärte Spelthahn.

Kritik an den Plänen der Zentralisierung hatte im Vorfeld die Bürgermeisterkonferenz geäußert. Die Kommunen seien vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Am Donnerstag gibt es deswegen ein Gespräch aller Hauptverwaltungsbeamten mit dem Landrat und dem Kreistag. Hauptthema ist allerdings der Kreishaushalt.

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