Umsiedlung: Grundstücksvergabe und Entschädigung rücken näher

Von: Jörg Abels
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Beantworten im Haus UnterstraÀ
Beantworten im Haus Unterstraße 46 immer donnerstags Fragen rund um die Umsiedlung: Thomas Kolbe und Markus Kummer (r.), Mitarbeiter von RWE-Umsieldungsleiterin Elisabeth Mayers-Beecks. Foto: Abels

Morschenich. Der 2. Dezember 2013 rückt unaufhörlich näher. An diesem Tag soll für die Morschenicher der Startschuss zur Umsiedlung ihres Ortes fallen.

Und so langsam stehen die entscheidenden Weichenstellungen bevor: Grundstücksvergabe am Umsiedlungsort und vor allem die alles entscheidende Frage der Entschädigung.

Von den gut 220 betroffenen Familien haben zwischenzeitlich 148 signalisiert, an der gemeinsamen Umsiedlung nach Neu-Morschenich teilnehmen zu wollen. Das ist das Ergebnis der Planungsabfrage, die Professor Dietmar Castro am Mittwochabend vorstellte. Andere sind noch unentschlossen oder haben sich noch nicht geäußert. „Wir gehen davon aus, dass am Ende noch weitere Familien an der gemeinsamen Umsiedlung teilnehmen werden”, ist Elisabeth Mayers-Beecks, Leiterin der RWE-Umsiedlungsabteilung, aus der Erfahrung früherer Maßnahmen überzeugt.

119 Familien wollen bislang „Zwischen den Höfen” an der Tagebaurandstraße (L 264) ein neues Haus errichten, die meisten (46 Prozent) einen Bungalow, 34 Prozent ein frei stehendes Einfamilienhaus, acht Prozent bevorzugen eine Doppelhaushälfte. Angaben, die im Entwurf des Bebauungsplans ebenso berücksichtigt wurden wie die Wünsche von 14 Familien, die mit ihrem Gewerbe oder landwirtschaftlichen Betrieb umsiedeln wollen und der von einigen geäußerte Wunsch nach Kleintierhaltung. Mit dem Bebauungsplan befassen sich die Gremien der Gemeinde in den kommenden Wochen, im Frühjahr 2013 soll er beschlossen werden.

Das ist die Voraussetzung für den Prozess der Grundstückvormerkung in Neu-Morschenich, mit dem RWE Power Mitte April starten will. Zehn Jahre lang ist die einmal erteilte Vormerkung eines Grundstücks für RWE verbindlich. Nicht zuletzt aus diesem Grund gibt Elisabeth Mayers-Beecks den Umsiedlern den gut gemeinten Rat, nichts zu überstürtzen, sich vor allem nicht von vermeintlichen Schnäppchenangeboten bei der Bauausführung unter Druck setzen zu lassen. „Nehmen sie kein Angebot an, bevor sie nicht Klarheit über Ihre Entschädigung haben”, erklärte die Stadtplanerin auch mit Blick auf den Erwerbsprozess, der sich „in der Regel auf einen Zeitraum zwischen zehn und 15 Monate erstreckt. Auch Merzenichs Bauamtsleiter Thomas Lüssem betont, dass es keinen Grund gebe, etwas zu überstürzen, auch nicht der Anschluss an die von der Mehrheit präferierte zentrale Wärmerversorgung. „Alle Grundstücke werden angeschlossen, unabhänigig davon, wann sie bebaut werden”, betont Lüssem

Ab November können die Morschenicher die Bestandsaufnahme ihres Anwesens bei einem öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen beauftragen. Die Bestandsaufnahme ist Grundlage für die spätere Ermittlung des Verkehrswertes und damit der Entschädigung. „Prüfen Sie die Unterlagen in beiden Fällen sehr genau”, gab Mayers-Beecks den Umsiedlern zu verstehen , „wir werden es auch tun”.

Ansprechpartner direkt vor Ort

Für alle Fragen rund um die Umsiedlung stehen den Morschenichern ab sofort immer donnerstags von 15.30 bis 18.30 Uhr Ansprechpartner von RWE Power (Telefon 02275/9187677), aber auch der Gemeinde Merzenich (Telefon 0157/ 30072013) im am Donnerstag eröffneten Beratungsbüro (Unterstraße 46) zur Verfügung.

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