Umsatzrekord: GKD knackt 100-Millionen-Euro-Grenze

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Vermelden trotz weltweiter Krisenstimmung erneut einen Rekordumsatz: die GKD-Vorstände Dr. Stephan und Ingo Kufferath (v.l.). Foto: Abels

Mariaweiler. Die Firma GKD - Gebrüder Kufferath AG - trotzt der weltweiten Wirtschaftskrise. Zum sechsten Mal in Folge meldet des Familienunternehmen mit Stammsitz in Mariaweiler beim Umsatz ein Rekordergebnis.

Die weltweit tätige technische Weberei, die sieben Tochtergesellschaften und Vertretungen hat, verkaufte im vergangenen Jahr Produkte in einer Größenordnung von insgesamt 106 Millionen Euro. Das entspricht einem Wachstum von 28 Prozent.

Mit einem Anteil von 82 Prozent trug der Export wesentlich dazu bei, dass das Familienunternehmen erstmals in seiner Geschichte die 100-Millionen-Euro-Marke knacken konnte. 18 Prozent des Umsatzes wurden im Inland erzielt.

Dabei erzielte das Dürener Mutterwerk auf dem heimischen Markt ein Plus von 5,2 Prozent. Mit 412 Mitarbeitern, darunter 33 Auszubildenden, ist das Mutterhaus größter Arbeitgeber in der Gruppe, die konzernweit 2008 rund 5,4 Millionen Euro in neue Technologie investierte.

„Wir haben rechtzeitig unsere Hausaufgaben gemacht und sind deshalb auf ein kritisches wirtschaftliches Umfeld gut vorbereitet”, kommentierte Vorstand Dr. Stephan Kufferath die Bilanz.

Trotz deutlicher Einbrüche am Markt blieb GKD deshalb von den Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise in der zweiten Jahreshälfte 2008 verschont.

„Wir sind ein Tausendfüßler und deshalb nicht von Schlüsselindustrien abhängig”, erläuterte Ingo Kufferath. Schon frühzeitig hat sich das Unternehmen aus der krisengeschüttelten Automobilindustrie zurückgezogen.

Und der im Architekturbereich bediente hochwertige Objektbau ist von der rückläufigen Baukonjunktur bislang nicht betroffen.

Im Gegenteil: In der GKD-Gewebesparte verzeichnete der Bereich Architektur- und Designgewebe die höchsten Umsatzzuwächse. Ausgelöst durch ein starkes Wachstum auf dem US-Markt und der Ausstattung von Großprojekten in Europa wie dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg oder dem Tennisstadion in Madrid verzeichnete allein dieses Geschäftsfeld ein Plus von 15 Prozent.

In Malaysia wurde sogar eine Moschee mit Gewebe aus dem Hause GKD verkleidet. Auch der Ausblick im Architekturbereich ist mit weiteren Großaufträgen (u. a. Verkleidung des Hotels Crown Plaza) positiv. Stephan Kufferath geht hier sogar noch von leichten Zuwächsen im laufenden Geschäftsjahr aus.

Verhaltener sieht es bei den industriellen Anwendungen aus. In der Filter- und Siebtechnologie, die gerade erst um zwei Produktionshallen mit einer neuen Webmaschinentechnologie erweitert wurde, erwartet der GKD-Vorstand angesichts eines dramatisch veränderten wirtschaftlichen Umfelds „bestenfalls stagnierende Umsätze” im Jahr 2009.

Gleiches gilt für die Bereiche Transport- und Prozessbänder sowie den Filter- und Anlagenbau. Zwar lägen auch hier Aufträge vor, die Kunden würden aber Lieferungen aufschieben und zuerst ihre Lagerbestände aufbrauchen.

Trotz der damit verbundenen Planungsunsicherheiten hält der Vorstand an den langfristigen Wachstumszielen fest. Bei gleichbleibend hohen Investitionen soll die Mitarbeiterzahl in 2009 im Idealfall konstant bleiben.
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