Umgestaltung Olefstraße: Entwürfe prämiert

Von: Christina Handschuhmacher
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Die Zweitplatzierten Noemi Rhe
Die Zweitplatzierten Noemi Rhein und Tanja Heidecker stellten ihren Entwurf vor. Foto: Handschuhmacher

Düren. Knallige Farbakzente und ein massiver Eingriff in die Bausubstanz der Häuser an der Olefstraße 42 bis 62 in Mariaweiler: Der Entwurf der Studentinnen Kerstin Herkenrath und Magdalena Blautzik von der Fachhochschule Köln hat die Jury überzeugt.

„Der Siegerentwurf bietet viele Ideen, die man mit wenig Aufwand umsetzen kann”, sagte Hausverwalterin Birgitt Kuckertz bei der Prämierung der Konzepte im Bürgerbüro. Und: „Er unterstreicht, dass die Wohnanlage ein individuelles Projekt ist, das heraussticht.” Gerd Grzella vom Amt für Stadtplanung sagte: „Die Wohnanlage hatte ein schlechtes Image. So eine äußere Veränderung macht viel aus.”

Rund 80 Architektur-Studenten der FH Köln hatten sich an dem städtebaulichen Gestaltungswettbewerb des „Quartiersmanagement Mariaweiler Olefstraße” beteiligt. Das Quartiersmanagement ist ein Zusammenschluss von Eigentümern, Hausverwaltungen, Vertretern der Bewohnerinitiative Mariaweiler sowie Mitarbeitern der Stadt und der Evangelischen Gemeinde.

Seit Jahren heißt das gemeinsame Ziel: Die Wohnanlage soll schöner werden und sich auch optisch besser ins Umfeld und den Ortsteil einfügen. Jetzt holte sich die Initative Unterstützung von außen.

Und die Studenten brachten viele kreative Ideen mit: Eine Begrünung der Dachflächen und deren Umwandlung in Dachterrassen, neue Zufahrtswege oder eine Erschließung des Bachlaufs waren einige davon.

„Die Hauptkriterien der Jury waren Machbarkeit, die Farbgestaltung und die Befahrbarkeit”, sagte Hausverwalterin Kuckertz, die mit anderen Mitgliedern der Initiative in der Jury saß.

Für die Studenten, die von ihren Architektur-Professoren Jürgen von Brandt und Marian Dutczak die Aufgabe als Seminararbeit gestellt bekommen hatten, war es eine besondere Herausforderung.

Denn sie konnten nicht einfach etwas Neues erschaffen, sondern mussten mit den Gegebenheiten arbeiten. In Gruppen fuhren sie mehrmals nach Mariaweiler, um sich vor Ort umzuschauen und mit den Bewohnern zu treffen.

„Es war toll, endlich mal keine Fantasieschlösser mehr zu bauen, sondern an einem realen Projekt zu arbeiten”, sagt Student Pascal Huber. „Problematisch war, dass das Gebäude nicht ins Ortsbild passt und auch nicht das Image hat, dass es verdient”, findet der Student.

In den Häusern Olefstraße 42 bis 62 befanden sich früher Sozialwohnungen, heute sind die meisten der Wohnungen in Eigenbesitz. Professor von Brandt freute sich über den Praxisbezug für seine Studenten: „Es ist gut, dass ihre Arbeiten auch mal von außen diskutiert werden.”

Aus zwölf von den Professoren ausgewählten Arbeiten suchte sich die Jury schließlich ihre drei Favoriten aus. Neben dem Gewinnerentwurf schafften es Noemi Rhein und Tanja Heidecker auf Platz 2, Anna Herr, Svenja Recha und Julia Schirm De Sousa Almeida freuten sich über den dritten Platz. Für die Gewinner gab es 500, 300 und 200 Euro, die von der Sparkasse Düren gespendet wurden.

Wie es nun mit der Gestaltung der Wohnanlage weitergeht, wird das Quartiersmanagement in den nächsten Wochen entscheiden. Die Studenten-Entwürfe sollen in jedem Fall berücksichtigt werden. Die zwölf besten Konzepte können derzeit im Bürgerbüro der Stadt besichtigt werden.
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