Ulla von Westsachsen zeigt es allen

Von: Daniela Martinak
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Die strahlende Siegerin heißt Ulla von Westsachsen. Ihr Hundeführer Nikolaus Meßler ist stolz. Foto: Martinak

Düren. Ulla war ganz schön aufgeregt. Sie musste sich nämlich am Wochenende von ihrer besten Seite zeigen. Nicht nur, dass ihr Herrchen andauernd an ihr zupfte, dann kam auch noch ein wildfremder Mann auf sie zu und schaute ihr in den Mund. „Ein wenig Zahnstein hat sie”, witzelte Hunderichter Jürgen Meybüschen.

Ansonsten sei aber alles in Ordnung. Sowohl die Vollständigkeit der Zähne, als auch die gewünschte Scherenstellung der Schneidezähne sind bei der elf Monate alten Schäferhündin vorhanden. Aber ausschlaggebend war das noch nicht. „Wir achten außerdem auf die Farbe, auf den Stand, auf das Trabergebäude und die Größe”, erklärte Meybüschen.

Gemeinsam mit drei weiteren Schäferhündinnen ihrer Altersklasse präsentierte sich Ulla von Westsachsen mit der Startnummer 102, als würde sie nie etwas anderes tun. Mehrere Male ließ der Richter sie Runden laufen, sie auf sich zukommen, stehenbleiben und sitzen.

Und die wochenlange Trainingsarbeit von Hundeführer Nikolaus Meßler aus Köln sollte sich auszahlen: „Die Gewinnerin dieser Klasse ist die Startnummer 102”, gab der Richter preis. Und somit stolzierten Meßler und Ulla als erste Sieger dieses Tages vom Platz. „Sie ist noch jung. In ein paar Monaten sehen wir weiter, wie sie sich entwickelt hat”, blieb der Hundeführer auf dem Boden der Tatsachen. Zur Belohnung gab es für Ulla erstmal ein Leckerli.

Aber nicht nur Ulla und die anderen Sieger wurden gefeiert. Ganz oben auf der Liste stand das 100-Jährige Bestehen des Schäferhundevereins der Ortsgruppe Düren. Wie könnte man solch einen Tag besser feiern, als eine Zucht- und Nachwuchsschau zu veranstalten? Über 80 Schäferhunde nahmen an der Schau auf dem Vereinsgelände an der Kuhbrücke teil. „In den hundert Jahren hat sich vieles verändert. Und damit meine ich nicht nur die Mitgliederanzahl, die auf 38 geschrumpft ist, sondern auch die Hunde selber”, erklärte der Vorsitzende Ingo Blümer.

Waren die Hunde früher, laut seiner Frau Sabrina, noch eher eckig, also „quadratisch, praktisch, gut”, seien sie im Wandel der Zeit runder geworden. „Den Schäferhund gibt es seit 1899. Die typische Farbgebung ist schwarz-gelb, und mit einer Schulterhöhe von bis zu 65 Zentimetern ist das Tier je nach Alter und Geschlecht universal einsetzbar”, sagte Schauleiter Horst Chabrié.

Schäferhunde seien sehr soziale Tiere und daher Familienhunde, aber auch sportlich und hilfsbereit. „Nicht umsonst werden sie als Rettungs-, Drogen-, oder Polizeihunde eingesetzt”, sagte Chabrié. Ulla denkt an so eine Karriere derweil (noch) nicht.
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