Ühledömche: „Eine Kapelle mit viel Atmosphäre“

Von: Sandra Kinkel
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Machen sich stark für den Erhalt des „Ühledömchens“: der Vorstand des Fördervereins. Foto: Kinkel

Düren. „Das ‚Ühledömche‘ bedeutet vielen Menschen sehr viel“, sagt Pfarrer Josef Wolff, der bis zum Jahresbeginn Seelsorger in St. Lukas war und jetzt neuer Propst in Jülich ist. „Das ist eine Kapelle mit viel Atmosphäre. Und die wollen wir erhalten.“ Im Rahmen des Prozesses „Kirchliches Immobilienmanagement“ mussten auch die Verantwortlichen der katholischen Pfarrgemeinde St. Lukas alle Bauwerke der Pfarre auf den Prüfstand stellen, das Bistum kann die Gebäude nicht mehr in dem Maße unterstützen wie bisher.

„Schon damals“, so Josef Wolff, „haben wir den Entschluss gefasst, für das ‚Ühledömche‘ einen Förderverein zu gründen.“ Einen Förderverein, um die alte Kapelle auf finanziell sichere Füße zu stellen, aber eben nicht nur. Diakon Raymund Schreinemacher: „Wir wollen das ‚Ühledömche‘ auch ideell unterstützen. Wir wollen hier religiös, aber auch zum Beispiel musikalisch etwas machen.“ In der Fastenzeit hat Raymund Schreinemacher vier besondere Gottesdienste im „Ühledömche“ angeboten, immer wieder finden hier Taufen, Trauungen und auch Beerdigungsgottesdienste statt.

Wie viel Geld im Jahr nötig sein wird, um die kleine Kapelle in Distelrath zu erhalten, können die Verantwortlichen des neuen Fördervereins im Augenblick noch gar nicht genau sagen. Sie sind sich allerdings sicher, dass es gelingen wird, die nötige Summe aufzubringen. „Das ‚Ühledömche‘ muss einfach erhalten bleiben“, sagt Stefan Simon, erster Vorsitzender des neuen Fördervereins. „Dafür ist es vielen Düreneren einfach ein zu wichtiger Ort. Und wir wollen natürlich auch, dass es nicht einfach zugesperrt wird, sondern auch für die Menschen offen ist.“ Schon jetzt kann man dank viel ehrenamtlichen Engagements das kleine Gotteshaus immer am Wochenende besichtigen.

Bei der Gründungsversammlung des neuen Fördervereins waren immer 28 Menschen dabei, sogar aus Köln waren Leute gekommen, die das „Ühledömche“ unterstützen wollen. „Wir wissen natürlich“, sagt Simon, „dass 28 Leute nicht genug sind. Aber wir fangen mit unserer Mitgliederwerbung ja auch jetzt erst an.“

Denkbar, so Simon, sei beispielsweise alle Brautpaare aus dem „Ühledömche“ nach ein paar Jahren noch einmal einzuladen. Oder auch, ein Treffen mit den „Närrischen Domherren“ der Karnevalsgesellschaft „Löstige Ost-Dürener“ zu organisieren. Schließlich sind die Domherren ja auch nach dem Ühledömche benannt. „Ich bin davon überzeugt“, sagt Vorstandsmitglied Wino Ulhas, der gleichzeitig auch Präsident der „Löstigen Ost-Dürener“ ist, „dass wir viele Dürener Bürger gewinnen können, im neu gegründeten Förderverein mitzumachen. Und zwar nicht nur Leute aus Düren-Ost, sondern Menschen aus der ganzen Stadt.“

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