Düren - Überwältigende Klänge mit enormer Vielfalt

Überwältigende Klänge mit enormer Vielfalt

Von: han
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Hans-Peter Salentin begeisterte seine Zuhörer im Café International der Evangelischen Foto: Schmitz

Düren. Dicht gedrängt saßen oder standen die Zuhörer im Café International der Evangelischen Gemeinde, um einen Meister seines Fachs, den Jazz-Trompeter Hans Peter Salentin, zu hören. Und wer keinen Platz im viel zu kleinen Saal bekommen hatte, hörte vom Hof aus den überwältigenden Klängen und der enormen Klangvielfalt zu.

Das Konzert war ein weitere Höhepunkt in der Reihe „Planet Jazz”, die Henner Schmidt und Oliver Mark organisieren. Und die beiden hatten noch einen anderen Grund, das Konzert zu genießen. Die Sparkasse Düren unterstützt die Veranstalter, so dass bis Juni 2011 der Fortbestand der Reihe gesichert ist. Die Planungen laufen schon auf Hochtouren.

Fast hätte man meinen können, dass die gute Nachricht auch den Jazz-Professor von der Hochschule für Musik in Würzburg noch weiter beflügelte. Von cool bis hot reichte das Klangbild, von sanften, fast melancholischen Tönen bis hin zu bizarren Lauten. Eine Kaskade von anspruchsvollen Läufen überströmte die Besucher, die sich in berauschende Höhen steigerte um dann ganz weich auszuklingen.

Salentin spielte sich mit seiner Trompete, eingebettet in elektronischen Sound, in sphärische Räume, ließ nachdenkliche Klangbilder entstehen, während das Keyboard (Walerie Kühl) in futuristische Dimensionen entschwebte, getragen von den Drums (Stephan Schneider) und der Bassbegleitung durch Rainer Wind.

Faszinierende musikalische Zwiegespräche entstanden, mal lyrisch, mal dramatisch, mal episch. Nach der musikalischen Grundaussage durch kleine Melodiephrasen folgten die Improvisationen, neue Melodienfolgen wurden „erfunden”, um dann wie auf einer Schleife, zum Ursprungsthema zurückzukehren. Jazz in einer Vielfalt, der unter die Haut ging, für eindringliche Spannungsmomente sorgte und zu einer eigentümlichen Atmosphäre führte, beherrscht von der Faszination des musikalischen Ausdrucks und des Gefühls.

„Soundscape” nannte Hans Peter Salentin sein Programm, das ihn auch als glänzenden Flügelhornisten zeigte. Seine „Klanglandschaft” wurde geprägt von instrumentaler Kraft und sorgte bei den Zuhörern für Nachhaltigkeit. Die scheinbar flüchtigen musikalischen Momente wurden zu einem fulminanten Klangteppich.
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