Düren - Überhol-Manöver und mehrere rote Ampeln ignoriert

Überhol-Manöver und mehrere rote Ampeln ignoriert

Von: hp
Letzte Aktualisierung:

Düren. Rückblickend hat ein heute 40-Jähriger aus Düren im August 2015 eine ganze Reihe von Schutzengeln oder zumindest enormes Glück gehabt.

Beim Abbiegen an der Kreisstraße 27 im Dürener Stadtteil Birgel hatte der Autofahrer mit seinem Pkw das Auto einer Frau touchiert und leicht beschädigt. Dennoch gab der Verursacher Gas und flüchtete. Nicht ohne Grund, wie sich herausstellen sollte. Knapp drei Wochen vorher war ihm die Fahrerlaubnis entzogen worden.

Die Unfallflucht entwickelte sich schnell zur wilden Verfolgungsfahrt mit der Polizei. Bereits an der Kreuzung K 25/B 399 ignorierte der Fahrer die rote Ampel. Nicht anders an der Schilling-straße, ehe es weiter Richtung Derichsweiler ging.

Riskante Fahrmanöver

In Höhe Merode überholte er ein Fahrzeug derart riskant, dass der entgegenkommende Fahrer abbremsen musste, um einen Unfall zu vermeiden. Ähnliches erfolgte dann noch einmal zwischen Neu-Pier und Jüngersdorf.

Nach etwa einer Viertelstunde und einigen weiteren riskanten Fahrmanövern und missachteten Ampelsignalen gelang es den Besatzungen zweier Streifenwagen an der L 241 in Höhe des Kraftwerks Weisweiler, den Fahrer zum Anhalten zu zwingen. Wie eine fast 15-minütige Videoaufzeichnung im Gerichtssaal dokumentierte, hatte ein Streifenwagen das Fluchtfahrzeug ausgebremst und ein nachfolgender Polizeiwagen den Rückweg abgeschnitten.

Trotzdem gab der 40-Jährige nicht auf, bugsierte seinen Pkw aus seiner „Falle“ und richte dabei an den beiden Dienstfahrzeugen rund 8200 Euro Sachschaden an. Erst auf der Autobahn A 4 Richtung Aachen kam der offenbar unter Drogeneinfluss stehende Mann zur Vernunft und hielt auf dem Seitenstreifen an.

Gefährdung des Verkehrs

Das Gericht unter dem Vorsitz von Richterin Verena Neft verurteilte den Dürener unter Einbeziehung eines Strafbefehls der Staatsanwaltschaft Aachen vom Januar 2016 zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und drei Monaten. Das wiederum war die Quittung für mehrere Gesetzesverstöße wie Gefährdung des Straßenverkehrs, Verkehrsunfallflucht, Sachbeschädigung, Fahren ohne Führerschein sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Dabei wurde wegen der damaligen Alkohol- und Drogenabhängigkeit des Angeklagten eine „verminderte Schuldfähigkeit“ berücksichtigt.

Nur geringfügig fiel der Diebstahl von zwei Flaschen Bier an einer Tankstelle ins Gewicht, der allerdings ebenfalls mit angeklagt war. Zu den Bewährungsauflagen gehört eine Geldbuße in Höhe von 1500 Euro.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert