Überfallene Frau rät Räuber: „Versuch's doch mal mit Arbeit“

Von: red/pol
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Düren. Obwohl er seine beiden Opfer mit einer Pistole bedrohte, machte ein Straßenräuber am Dürener Bahnhof am Montagabend kaum Beute. Sonderlich professionell stellte sich der Unbekannte allerdings auch nicht an.

Die Polizei sucht nun mit einer Personenbeschreibung nach ihm.

Als eine 66 Jahre alte Kreuzauerin gegen 18.15 Uhr auf dem Bahnhofsparkplatz an der Lagerstraße ihr Fahrzeug belud, stand plötzlich der Unbekannte vor ihr. Der Mann bedrohte sie mit einer Pistole und forderte Geld. Doch die Frau ließ sich nicht einschüchtern. „Die lebenserfahrene Pensionärin verwickelte den jungen Mann in ein Gespräch“, heißt es im Polizeibericht.

Unter anderem empfah siel ihm, es doch mal mit Arbeit zu probieren. „Schließlich gab sie dem Kerl vier Euro aus ihrer Geldbörse, die er zunächst hämisch belachte, dann aber doch einsteckte.“ Als Passanten in die Nähe kamen, entfernte sich der Täter.

Vermutlich begab er sich auf die andere Bahnhofsseite. Eine Viertelstunde später, um 18.30 Uhr, bedrohte er auf dem geschotterten Parkplatz an der Eisenbahnstraße mit seiner Schusswaffe einen 34 Jahre alten Jülicher, der ins Gebüsch getreten war, um sich zu erleichtern.

Nuschelnd forderte der Täter Geld, woraufhin der Jülicher ihm einen kleineren Betrag aus seinem Portmonee übergab. Der Überfallene konnte flüchten, der Täter machte sich davon. Die wenig später eintreffende Polizei fand keine Spur mehr von ihm.

Der Gesuchte wird als 20 bis 30 Jahre alter Mann beschrieben, der sichmit einem dunklen Schal und einer über den Kopf gezogenen Kapuze vermummt hatte. Er ist bis 1,80 Meter groß, hat eine starke Akne im Gesicht und war mit einer dunklen Winterjacke bekleidet. Er sprach gebrochenes Deutsch.

Die Polizei fragt: Hat der Täter möglicherweise weitere Tatversuche im Umfeld des Bahnhofs gestartet? Alle Hinweise auf den Gesuchten nimmt die Einsatzleitstelle direkt unter der Notrufnummer 110 entgegen.

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