Vlatten - Über Vlattens Grenzen hinaus bekannt und beliebt

Über Vlattens Grenzen hinaus bekannt und beliebt

Von: Gudrun Klinkhammer
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Der Karnevalsverein „Vlattener Jonge“ 1962 präsentierte sich als quicklebendige Gemeinschaft, der alle Generationen angehören. Foto: Gudrun Klinkhammer

Vlatten. „Das ist unser Bild für die Zukunft“, sagte Präsident Achim Bertram. Bertram moderierte den Jubiläumsfrühschoppen des Karnevalsvereins (KV) „Vlattener Jonge“ 1962, der in diesem Jahr „5x11“ feiert. Für ein Gruppenbild hatten sich alle Aktiven auf der Bühne zusammengefunden und damit klar gemacht: Hier sind wir und wir sind eine super Truppe, die weitere „5x11“-Jahre auf die Beine stellen möchte.

Anlässlich des Jubiläums hatten die blau-weiß gekleideten Karnevalisten eigens einen Jubiläumsfrühschoppen in der Jugendhalle organisiert. Johannes Groben, Vorsitzender des KV, blickte in seiner Rede zurück: „Der Verein meisterte in den vergangenen Jahrzehnten auch die eine oder andere Krise, ging aber immer wieder gestärkt daraus hervor.“ Stellvertreter des Vorsitzenden ist Franz-Otto Häuser, Geschäftsführer ist Hubert Reuter und das Amt der Schatzmeisterin bekleidet Ingrid Breidenich.

Wie die Chronisten, die eine informative und repräsentative Chronik zusammenstellten, herausfanden, wurde in einem Zeitungsinserat bereits 1880 vom „Carnevals-Ulk“ in Vlatten bei Peter Bey berichtet. 1893 lud die Freiwillige Feuerwehr an Fastnachtssonntag zu einem geschlossenen Ball im Saale des Herrn Spürk ein.Doch irgendwie schlief das Karnevalsgeschehen im Dorf zwischenzeitlich etwas ein. Die Chronisten schreiben: „1955 wurde dann nach langer Pause der erste wissentliche Karnevalszug in Vlatten durchgeführt.“

1959 wurde der Karnevalsverein dann gegründet, 1962 wurde er in das Vereinsregister beim Amtsgericht Gemünd eingetragen und damit offiziell. Erster Vorsitzender war Johann Wilden. Seither zogen etliche Umzüge durch die Dorfstraßen, zahlreiche Sitzungen fanden statt.

Aus Vlatten ist der KV nicht mehr wegzudenken. Aktuell gehören 80 aktive Kräfte dem Zusammenschluss an, die sich auf vier Garden, zwei Showtanzgruppen, ein Männerballett und ein Mariechen verteilen. Hubert Reuter sagte: „Kinder- und Prunksitzung sind fester Bestandteil unseres Jahresprogramms und auch die Damen- und Herrensitzungen, die wir ausrichten, sind inzwischen weit über die Grenzen von Vlatten hinaus bekannt und beliebt.“

Bevor der Jubiläumsfrühschoppen startete, feierten die Karnevalisten eine Mundartmesse in St. Dyonysius. Während der Messe wurde die neue Standarte geweiht, die erste überhaupt. Denn bisher besaß der Verein kein derartiges Symbol. Für verdiente Mitglieder gab es an diesem Tag zudem Ehrenabzeichen. Achim Bertram erhielt im Beisein von Heimbachs Bürgermeister Peter Cremer und der stellvertretenden Dürener Landrätin Astrid Hohn den Verdienstorden mit Edelstein, die höchste Auszeichnung, die der Regionalverband Düren (RVD) zu vergeben hat. Weitere Auszeichnungen in Gold erhielten Dieter Pütz und Günter Liebertz, in Silber Helmut Nießen, Udo Potas und Reiner Ross.

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