Düren - U3: Düren kann Rechtsanspruch ab 2013 nicht erfüllen

U3: Düren kann Rechtsanspruch ab 2013 nicht erfüllen

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Düren. Am Ziel will die CDU-/FDP-Fraktion im Dürener Stadtrat auf jeden Fall festhalten. Für jedes dritte Kind unter drei Jahren soll wie von Bund und Land gefordert auch in der Kindertagespflege im Stadtgebiet ein Betreuungsplatz geschaffen werden.

Auch wenn Bürgermeister Paul Larue längst davon ausgeht, dass der Bedarf an sogenannten U3-Plätzen in Düren in Zukunft weitaus höher liegen wird und er angesichts der sozialen Struktur der Stadt schon heute von einem Wert zwischen 50 und 60 Prozent ausgeht.

Allerdings ist jetzt auch klar, dass die Stadt den ab dem 1. August 2013 zwischen Bund und Ländern vereinbarten Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für 35 Prozent der Kinder zwischen einem und drei Jahren nicht erfüllen kann. Grund sind fehlende Landes- und Bundesmittel für den Ausbau der Kindertageseinrichtungen. Von benötigten 7,9 Millionen Euro an Fördermitteln, die die Stadt vor Jahresfrist eingefordert hatte, fließen bis 2013 nur 1,6 Millionen Euro. „Wir können mit den vorhandenen Mitteln die Quote nie und nimmer erreichen”, verwies Larue im Finanzausschuss auf ein Problem, mit dem die Stadt Düren in NRW kein Einzelfall sei. Dass es zudem schwierig werde, genügend qualifizierte Erzieherinnen zu finden, erwähnte er mit Blick auf Aussagen des Deutschen Städtetags nur am Rande.

Aktuell verfügt die Stadt über rund 400 U3-Plätze in Kitas und bei Tagesmüttern. Der Jugendhilfeausschussvorsitzende Thomas Floßdorf (CDU) hat es sich in den anstehenden Haushaltsberatungen nun zum Ziel gesetzt, dass die Stadt von ihren jeweils acht Millionen Euro für Investitionsmaßnahmen in 2012 und 2013 jeweils zehn Prozent in den Kita-Ausbau steckt. Dann könnte die Betreuungsquote von derzeit 16,9 auf 24 Prozent steigen.
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