Turnerinnen des DTV verlieren ihr Startrecht

Von: cro
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Düren/Euskirchen. Freud und Leid für die Leistungsturnerinnen des Dürener Turnvereins: Im letzten Saison-Wettkampf und dem letzten für den Verein zeigten die vier Athletinnen der ersten Mannschaft in der Landesliga gute Leistungen, wurden geehrt – verlieren aber ihr Startrecht für die kommenden Saison.

Gehofft hatten die Mädchen und Trainer Manuél Heister, dass sie unter ihm auch beim Euskirchener TSC (ETSC) in dieser Liga turnen dürfen. Die Absage kam am Mittwoch.

Das Sportliche: In Monschau waren die DTV-Mädchen am Sprung die zweitbeste Mannschaft des Tages. Am einstigen Zittergerät, dem Schwebebalken, kamen alle vier Turnerinnen sturzfrei durch ihre anspruchsvollen Übungen und erreichten ihre persönlich stärkste Mannschaftsleistung der gesamten Saison.

Am Ende landeten sie nach Wertungspunkten auf dem fünften Platz in der Gesamtwertung – knapp hinter Rang vier. „Die Mädels haben ihre konstant guten Leistungen des Jahres bestätigt“, resümierte Trainer Heister.

Der Ausgang des letzten SaisonWettkampfes ist zudem spannend, da die Einzelturnerinnen mit den besten Leistungen der Saison geehrt werden. Die Freude war groß, als die Turnerinnen des DTV vier Mal geehrt wurden. Melina Müller erreichte am Sprung den ersten Platz und wurde als stärkste Turnerin dieser Saison an diesem Gerät ausgezeichnet.

Anouk Hauser schaffte es an zwei Geräten aufs Treppchen: am Balken Platz zwei und am Barren Platz drei. Zudem kam sie unter die besten Drei im Mehrkampf und erreichte an allen Geräten den zweiten Platz in der Gesamtwertung.

Antrag abgelehnt

Die gute Laune wurde wenige Tage später getrübt: Der Rheinische Turnerbund (RTB) hat einen Antrag von Manuél Heister und den Turnerinnen abgelehnt, das Landesliga-Startrecht den nun Ex-DTV-Turnerinnen beim ETSC zu übertragen. Dazu hatte sich die Turnabteilung des DTV ohne Gegenforderung verpflichtet. Der RTB jedoch argumentierte, dass Startrechte nur übertragen werden, wenn sich ein Verein oder eine Abteilung auflöst – beim DTV löste sich aber nur eine Gruppe auf, die wieder aufgebaut werden soll. „Die Turnabteilung besteht weiter, und es bestand kein Grund für einen Wechsel der Turnerinnen.

Zur Information: Persönliche Differenzen zwischen Einzelpersonen können bei einer Startrechtentscheidung nicht berücksichtigt werden“, heißt es in der RTB-Stellungnahme. Die Eltern wandten sich mit einem Appell an den RTB, im Wohle der Kinder die Entscheidung zu ändern. Hoffnung hat Heister jedoch nicht.

Nach Meinungsverschiedenheiten hatte der DTV Trainer Heister im Februar abgemahnt, woraufhin er zum 30. April gekündigt hatte. Die Turnerinnen samt Eltern stellten sich danach hinter den Trainer und kehrtem dem Verein den Rücken.

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