Tura-Gelände: Discounter, Wohnungen und Gastronomie sollen entstehen

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Das seit zehn Jahren leerstehende Areal der früheren Tura-Werke soll neu bebaut werden. Foto: Abels

Mariaweiler. Filme werden auf dem früheren Gelände der Tura-Werke „An Gut Nazareth“ schon lange keine mehr produziert. Vor zehn Jahren musste das Unternehmen Insolvenz anmelden. Seitdem stehen die Gebäude leer. Jetzt soll die rund 1,1 Hektar große Industriebrache verschwinden.

Die PGW Grundbesitz GmbH mit Sitz in Kreuzau will das Gelände entwickeln. Im nördlichen Bereich soll ein Lebensmittelmarkt entstehen, um die Nahversorgung der Bevölkerung in Mariaweiler, Echtz und Konzendorf zu verbessern. Die Orte gehören seit Jahren zu den unterversorgten Stadtteilen. Dies geht aus dem 2010 aufgestellten Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt Düren hervor.

Geplant ist ein Discounter mit einer Verkaufs- und Lagerfläche von 1250 Quadratmetern und 65 Parkplätzen. Die bestehenden Gebäude sollen abgerissen werden. Die Ansiedlung des Discounters soll zeitnah erfolgen. Ein entsprechender Bauantrag liegt bei der Stadt bereits vor.

Anders stellt sich die Situation im südlichen Bereich dar. Die Industrieanlage mit Fabrikhof, dem vorgelagerten Kesselhaus und dem Schornstein wurde im Jahr 2007 unter Denkmalschutz gestellt. Sie zählt zu den ältesten Dürener Industriebauten und soll im Kern erhalten bleiben. Lediglich neuere Anbauten wie Garagen sollen abgerissen werden. Die denkmalgeschützten Gebäude sollen umgebaut werden. Zur Straße hin sind ein Gastronomiebetrieb, Praxen und Büros geplant. Der sich anschließende ehemalige Produktionsbereich soll unter größtmöglicher Beibehaltung der industriellen Architektur in weitgehend barrierefreie Wohnungen umgewandelt werden. Damit würde eine zentrale Forderung des Handlungskonzepts Wohnen erfüllt.

In einem ersten Schritt soll der Discounter erreichtet werden, in einem zweiten das übrige Gelände entwickelt werden. Dafür allerdings müssen erst noch die planerischen Voraussetzungen geschaffen werden. Für den Vorsitzenden des Stadtentwicklungsausschusses, den CDU-Politiker Thomas Floßdorf, ist das Projekt Tura-Park ein weiterer Schritt, die Nahversorgung in möglichst allen Stadtteilen zu gewährleisten. Und die barrierefreien Wohnungen sieht er als eine Chance für Mariaweiler Bürger, auch im Alter die gewohnte Umgebung nicht verlassen zu müssen. Insgesamt begrüßt Floßdorf das Projekt, würde doch eine weitere Industriebrache verschwinden und sinnvoll genutzt. Auch die „Ampel“-Koalition begrüßt das Konzept: „Die Kombination von Handel und Wohnen ist sehr vorteilhaft für Mariaweiler“, betont SPD-Fraktionschef Henner Schmidt auf Nachfrage.

Der Bebauungsplan soll bereits am Donnerstag im Stadtentwicklungsausschuss, der ab 17 Uhr am Markt 2 tagt, auf den Weg gebracht werden.

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