Gürzenich - Trotz Verbots: Graf-Schellart-Weg ist beliebte Abkürzung

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Trotz Verbots: Graf-Schellart-Weg ist beliebte Abkürzung

Von: Jörg Abels
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Trotz des deutlich sichtbaren
Trotz des deutlich sichtbaren Verbotsschilds, nutzen immer wieder Autofahrer den Graf-Schellart-Weg als Abkürzung. Foto: Abels

Gürzenich. „Verbot für Fahrzeuge aller Art. Anwohner und Radfahrer frei”: Die Botschaft auf dem Verkehrsschild am Anfang des Graf-Schellart-Wegs an der Kapelle ist unmissverständlich. Sollte man meinen. Doch das scheint eine Vielzahl von Autofahrern nicht zu interessieren.

Immer wieder nutzen Auto-, aber auch Lkw-Fahrer aus Richtung Birgel kommend den Graf-Schellart-Weg als Abkürzung stadteinwärts, um eine Wartezeit vor der Ampel der Kreuzung Birgeler Straße/Schillingsstraße zu vermeiden. „Morgens im Berufsverkehr ist es besonders schlimm”, klagt Anwohner Dieter Wöllgens. Aber auch mittags, im abendlichen Berufsverkehr und an Wochenenden wird das Verbot für Fahrzeuge aller Art munter ignoriert.

„250 bis 300 Fahrzeuge täglich”, ärgern sich Wöllgens und viele weitere Anwohner über die permanente Ignoranz der Verkehrsteilnehmer und die damit verbundene Lärmbelästigung. Mehrfach bereits haben sich Anwohner des Graf-Schellart-Wegs mit Beschwerden an die Polizei gewandt, die nach eigenen Angaben das Durchfahrtsverbot „im Rahmen der personellen Möglichkeiten” auch überwacht, mit den Abkürzern spricht und Verwarnungsgelder verteilt, wie Polizeipressesprecher Ralf Meurer auf DZ-Nachfrage erklärte. Allein zwischen 26. Mai und 16. Juni 2011 registrierte die Polizei 239 Verstöße. Das hat Wöllgens schriftlich. Und auch in der Folge war die Polizei immer mal wieder vor Ort, versichert Meurer.

Nur geändert hat sich aus Sicht der Anwohner nichts. Deshalb fordern sie, die Kontrollen noch zu verstärken. „Wir werden die Straße auch weiterhin im Auge behalten”, verspricht Meurer, weist aber darauf hin, dass die Polizei nicht überall sein kann. Dafür gebe es zu viele ähnlich gelagerte Beschwerden aus dem gesamten Kreisgebiet. Dass zumindest das Tempolimit von 30 Stundenkilometern nach Polizeiangaben weitgehend eingehalten wird, ist für die Anwohner nur ein kleiner Trost.

Ausweg könnten bauliche Veränderungen seitens der Stadt Düren sein, die dafür sorgen, dass die Abkürzung für Autofahrer uninteressant wird. „Früher standen schon einmal Blumenkübel auf der Straße”, weiß Dieter Wöllgens zu berichten. Problem aller Eingriffe in die Einbahnstraße: Auf ihr fahren auch Busse der Linie 213 stadteinwärts.
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