Trotz explodierender Umlage bleibt ein Millionendefizit

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Kreis Düren. Der Kreis Düren wird den 15 Städten und Gemeinden in Zukunft deutlich tiefer in die Kasse greifen.

Wie Landrat Wolfgang Spelthahn und Kreiskämmerer Dirk Hürtgen am Dienstag Abend bei der Vorlage des Doppelhaushaltsentwurfs 2010/2011 erklärten, soll die allgemeine Kreisumlage von 37,5 auf 41 Prozent im Jahr 2010 und auf 49 Prozent in 2011 steigen. Dabei weist der Kämmerer darauf hin, dass der Anstieg im Jahr 2011 fast ausschließlich auf die Rücknahme der Delegation im Bereich der „Hartz-IV”-Sachbearbeitung zurückzuführen ist und die Städte und Kommunen an anderer Stelle in gleicher Höhe entlastet werden. „Unter dem Strich bezahlen die Kommunen im Jahr 2010 etwa 7,4 Millionen Euro mehr als 2009”, erklärt Hürtgen.

Der Kreisetat weist bei einem Gesamtvolumen von 387,6 Millionen in 2010 und knapp 394 Millionen Euro in 2011 Investitionen in Höhe von 9,9 und 5,8 Millionen Euro aus. Trotz der deutlichen Anhebung der Umlage bleibt ein Defizit von 22,5 Millionen Euro, das wie in den vergangenen vier Jahren (40 Millionen Euro) das Eigenkapital des Kreises schmelzen lässt.

Eine weitere Reduzierung der Kreisumlage - und somit des Eigenkapitals - hätte ein Haushaltssicherungskonzept zur Folge gehabt. Auch diese Alternative habe der Kreis - so Landrat Spelthahn - erwogen. Der freiwillige Marsch in die Haushaltssicherung sei jedoch nicht möglich, da der Regierungspräsident dies nur genehmigen würde, wenn der Kreis die Fehlbeträge nach drei Jahren im Wesentlichen aus eigener Kraft ohne Umlageerhöhung ausgleichen kann. „Dies ist jedoch völlig ausgeschlossen ist”, erklärte Spelthahn, der die explodierenden Transferzahlungen im Sozial- und Jugendamtsbereich für die Misere verantwortlich macht.
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