Düren - Tröten-Verbot zur Fußball-WM

Tröten-Verbot zur Fußball-WM

Von: cl
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vuvuzelas / tröten
Der von einigen Fußballern als störend empfundene ohrenbetäubende Lärm der Vuvuzelas wird bei der WM zumindest bei Public-Viewing-Veranstaltungen („Rudelgucken”) nicht zu hören sein: Die Stadt Düren hat die Tröten verboten. In Aachen möchte man erst einmal abwarten, ob durch die Tröten Störungen entstehen. „Man kann notfalls schnell reagieren”, sagt der Leiter des Aachener Ordnungsamtes Detlef Fröhlke. Foto: dpa

Düren. Vuvuzelas, nein danke: Die Stadt Düren folgt der Empfehlung des NRW-Umweltministeriums und verbietet beim Public Viewing während der Fußball-WM die afrikanischen Plastik-Tröten.

Anwohner und Besucher müssten vor dem Lärm der Vuvuzelas geschützt werden, sagte Franz Hompesch vom Dürener Ordnungsamt gestern auf Anfrage. Das Verbot gelte auch für Hupen und Druckluftfanfaren.

Public Viewing gibt es in Düren auf dem Kaiserplatz, am Badesee und im Stadtpark. Wer dorthin eine Vuvuzela mitbringt, der muss sie am Eingang abgeben. „Die hiervon ausgehende Gehörgefährdung für andere Besucher und das mögliche Übertönen von Notfalldurchsagen sprechen sehr deutlich gegen eine Benutzung in Menschenmengen”, begründete Umweltminister Eckhard Uhlenberg seine Empfehlung, der auch die Stadt Köln folgt.

In der Stadt Aachen will man die Entwicklung dagegen zunächst abwarten. Gegebenenfalls werde kurzfristig noch ein Verbot ausgesprochen, hieß es gestern im Aachener Rathaus.

Gerd Suhr, der Veranstalter des Public Viewing auf dem Dürener Kaiserplatz, bedauert das Vuvuzela-Verbot. „Diese Tröten sind ein Markenzeichen der ersten Fußball-Weltmeisterschaft auf afrikanischem Boden. Sie gehören bei dieser WM einfach dazu”, meint Suhr. Er ist sicher: „Die Vuvuzelas hätten der Stimmung gut getan.”

Suhr bittet nun alle Fußballfans, die auf dem Kaiserplatz die WM erleben wollen, die Vuvuzelas gleich zu Hause zu lassen. Er müsse alle Tröten einsammeln lassen und wisse noch nicht, ob es organisatorisch möglich ist, sie nach den Spielen zurückzugeben.
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