Trinkwasserleitung soll in der Rurstraße saniert werden

Von: Jörg Abels
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Das zusammengefaltete Kunststoff-Rohr wird in die vorhandene gusseiserne Leitung eingezogen, bevor aus einem Kessel im Lkw bis zu 80 Grad heißer Wasserdampf in das abgedichtete Rohr eingeleitet wird. Mit Druck und Hitze breitet sich das Polyethylen aus und am Ende tritt der Dampf wieder aus. Foto: Abels
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Die Sanierung der Trinkwasserleitung hat begonnen. Foto: Jörg Abels

Düren. 80 Grad heißer Wasserdampf steigt mit einem Druck von bis zu vier Bar aus der Baugrube in der Rurstraße. Es knackt. Ganz langsam breitet sich das noch zusammengefaltete Polyethylen-Rohr, das zuvor mit einer Winde in die vorhandene gusseiserne Trinkwasserleitung eingezogen worden war, wieder aus und schmiegt sich mit seinem 14 Millimeter starken Rand nahtlos an die alte Rohrwand an.

Bei der Erneuerung der Trinkwasserleitung, die das Wasserwerk Ellen mit den zentralen Wasserbehältern auf dem Annakirmesplatz verbindet, setzt die Stadtwerke-Tochter Leitungspartner in der Rurstraße erstmals auf einer Länge von 700 Metern dieses innovative „Rohr-in-Rohr-Verfahren“ ein.

Großer Vorteil: „Wir brauchen zur Sanierung der Wasserleitung nicht mehr die gesamte Strecke freizulegen, sondern nur noch einige Stellen“, erklärt Volker Diekemper, der bei den Leitungspartnern für den Betrieb zuständig ist.

An diesem Mittwoch erneuern Mitarbeiter der Nürnberger Spezialfirma Mennicke den 180 Meter langen Abschnitt zwischen Büngelerstraße und Aachener Straße in einem Zug. „Maximal können wir bis zu 280 Meter am Stück in Angriff nehmen“, betont Diekemper.

Das gusseiserne Teilstück der insgesamt sieben Kilometer langen Trinkwasserleitung stammt noch aus dem Jahr 1978 und hat damit seine Altersgrenze erreicht. Davon zeugen Korrosionen an der Außen- und Ablagerungen an der Innenseite, die den Durchfluss behindern. Nach einem ersten Rohbruch wollten die Leitungspartner auf Nummer sicher gehen und entschlossen sich zur Sanierung, die im April begonnen hat und Mitte Juni abgeschlossen sein soll. Die Gesamtkosten zur Sicherung der Trinkwasserqualität in Düren belaufen sich auf rund 350.000 Euro.

Der Sanierungsbereich wurde zunächst in sieben Teilabschnitte unterteilt, bevor das alte Rohr mit einer Kamera auf Schäden kontrolliert und anschließend mit Federstahlkratzern gereinigt wurde, damit sich der Kunststoff ohne Hindernisse an die Außenwand des vorhandenen Rohres anpassen kann.

Denn auch nach der Sanierung sollen täglich bis zu 3000 Kubikmeter Wasser durch die Trinkwasserleitung fließen, stündlich gut 120, die dann in den Wasserbehältern auf dem Annakirmesplatz mit dem Trinkwasser aus der Wehebachtalsperre und dem aus der Wassergewinnungsanlage Dr. Overhues-Allee gemischt werden, bevor sie auf den Weg zum Endverbraucher geschickt werden. „Der Querschnitt des neuen Rohres ist zwar kleiner, dafür ist der Kunststoff viel glatter als das Gusseisen“, erklärt Diekemper.

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