Düren/Obermaubach - Trinkwasser nicht mehr aus der Rur?

Trinkwasser nicht mehr aus der Rur?

Von: Christoph Lammertz
Letzte Aktualisierung:

Düren/Obermaubach. „Dat Wasser von Düren is joot” - hätten die Bläck Fööss ihren Song über die Stadt an der Rur gesungen, dann hätten sie inhaltlich ins Schwarze getroffen. Das Dürener Trinkwasser zeichnet sich dadurch aus, dass es besonders weich und kalkarm ist. Es wird überwiegend aus der Rur gewonnen und im Wasserwerk Obermaubach aufbereitet.

Doch jetzt gibt es Überlegungen bei den Stadtwerken Düren (SWD), sich künftig für die Versorgung der Dürener aus anderen Quellen zu bedienen. „Der Aufwand in Obermaubach ist immens. Investitionen stehen an. Es ist richtig, dass wir derzeit prüfen, inwieweit sie strategisch sinnvoll sind. Noch ist aber keine Entscheidung gegen das Wasserwerk gefallen”, sagte SWD-Sprecher Jürgen Schulz am Freitag der DZ.

Nur eine handvoll Versorger in Deutschland gewinne ihr Trinkwasser noch aus Flüssen, sagt Schulz. In der Regel komme es aus Brunnen. „Dabei übernimmt die Natur die Filterung, während wir das Flusswasser teuer im Wasserwerk zu unserem Trinkwasser von 1a-Qualität machen müssen”, erklärt Schulz. Und das werde immer aufwändiger.

Die Belastung des Flusswassers durch sauren Regen oder auf anderem Wege eingeleitete Schadstoffe werde größer, der Reinigungsprozess schwieriger. „Es geht um die Frage, wie wir die Risiken minimieren können, und letztlich darum, wie wir den Dürenern langfristig die Lieferung von hochwertigen Trinkwasser garantieren können”, sagt Wasserwerksleiter Winfried Zach.

Keineswegs sei es so, dass die Stadtwerke etwas Gutes in Frage stellen, betont er. Das Unternehmen lege im Gegenteil größten Wert darauf, die gute Wasserqualität in Düren auf Dauer zu sichern.
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