Heimbach/Nideggen - Trianel soll mit Marketing den Tourismus schützen

Trianel soll mit Marketing den Tourismus schützen

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Eine Landschaft, schön wie im
Eine Landschaft, schön wie im Bilderbuch. Das Wasser soll in eingen Jahren ein Pumpspeicherkraftwerk speisen. Der Rursee und die Tourismusbranche werden sich verändern. Foto: Peter Stollenwerk

Heimbach/Nideggen. Die Voruntersuchungen für das neue Pumpspeicherkraftwerk am Rursee laufen auf Hochtouren, gebaut würde es frühestens 2019. Im Frühjahr 2013 soll die Entscheidung fallen, sagt Projektleiter Christoph Schöpfer vom Stadtwerke-Verband Trianel mit Sitz in Aachen.

Trianel möchte Energie produzieren und nimmt drei Standorte unter die Lupe genommen. In einem dient der Rursee als unteres Becken. 640 Megawatt könnten pro Jahr ins Netz eingespeist werden, genug um 460.000 Haushalte ein Jahr lang mit Strom zu versorgen.

Diese Pläne haben die Bürger von Heimbach und Schmidt erschreckt. Sie stehen dem Eingriff in die Landschaft mit Unbehagen gegenüber. Ist der Tourismus in Gefahr? Wird ein Stück intakter Naturlandschaft zerstört?

Für das Pumpspeicherkraftwerk am Rursee hat Trianel kürzlich Fachbeiträge in Auftrag gegeben. Fachbeiträge sind keine Gutachten, es sind Voruntersuchungen zu wichtigen Fragen, die ein Bauprojekt betreffen. Die Eifel setzt zunehmend auf Tourismus, dort steht und fällt die Entwicklung mit dem Erhalt des Rursees. Eine besondere Situation besteht laut Fachbeitrag während der Bauphase im Schilsbachtal und dort, wo zwischen Schmidt und Strauch in der Gemeinde Simmerath das Oberbecken gebaut wird.

Der Fachbeitrag zum Tourismus schlägt vor, dass Trianel der Region finanziell tüchtig unter die Arme greift, um das Wegbrechen des Tourismus mit Marketing-Maßnahmen zu verhindern. Zudem wurden Strömungen, die im Rursee beim Hochpumpen des Wassers und bei der Stromerzeugung entstehen, untersucht. „Maximal 0,1 Meter pro Sekunde wird sich das Wasser einmal bewegen”, sagt Schöpfer. Und fügt hinzu, dass es gelingen muss, „die Strömungswerte niedriger zu bekommen”.

Das die Anlage bei Hochwasser und bei Niedrigwasser ausgeschaltet wird, ist vorerst kein K.O.-Kriterium in Sachen Wirtschaftlichkeit. Auch die mittel- bis langfristigen Auswirkungen des Kraftwerks auf die Sicherheit der Böschungen und Bauwerke wurden voruntersucht. Noch unklar ist, ob es zu Verwirbelungen von Schlamm und Morast kommt. „Wir müssen klären, was unten liegt, momentan wissen wir es noch nicht”, sagt der Projektleiter.
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