Düren - „Trennungsbrett“ und Dinos helfen Kindern

„Trennungsbrett“ und Dinos helfen Kindern

Von: Christoph Hahn
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Weben ein Netz der Hilfe: Pfarrer Erhard Reschke-Rank, Sozialpädagogin Madeleine Bell, Dr. Hans-Joseph Rücker vom Lions-Club Kreuzau/Rureifel, und Psychologin Agnes Gaitzsch (von links) mit dem Dino-Poster und dem „Trennungsbrett“, die beim Gruppenangebot für Kinder eine wichtige Rolle spielen. Foto: Christoph Hahn

Düren. „Die Kinder sind untereinander für sich da – das hilft manchmal ganz unheimlich.“ Wenn Agnes Gaitzsch, Psychologin der Erziehungs- und Familienberatungsstelle im Psychologischen Beratungszentrum der Evangelischen Gemeinde zu Düren, auf ein ganz spezielles unter ihren Angeboten zu sprechen kommt, findet sie äußerst warmherzige Worte – und das, obwohl es dabei um eine Situation geht, die viele mit Angst oder Wut verbinden.

Es geht um Kinder, deren Eltern sich getrennt haben. Und die erhalten durch ein besonders auf sie und ihre Nöte hin ausgerichtetes Gruppenangebot die Möglichkeit, der für sie schwierigen Lebenslage besser begegnen zu können.

Dabei hilft Agnes Gaitzsch und ihrer Kollegin, der Sozialpädagogin Madeleine Bell, Dr. Hans-Joseph Rücker vom Lions-Club Kreuzau/Rureifel in ganz besonderer Weise: Zusammen mit seinen Mitstreitern unterstützt der Aktive den Kurs in diesem Jahr mit einer Spende in Höhe von 1000 Euro.

Das ist nicht das erste Mal, dass die Lions dem Beratungszentrum großzügig unter die Arme greifen. Bei dem Projekt, das der Club unterstützt, geht es gewissermaßen um ein Alleinstellungs-Merkmal: „Wir sind die Einzigen in Düren, die so etwas anbieten“, hebt Gaitzsch hervor. Es geht dabei um sechs Kinder im Alter zwischen neun und zwölf Jahren, die sich über vier Monate hinweg treffen.

Interessenten und Anfragen gibt es in weit höhere Zahl: „Wir hätten leicht eine Gruppe mit 18 Kindern machen können“, weiß die Psychologin, die Gruppen der gehabten Art seit 1993 betreut. Die Mädchen und Jungen, bei denen die Trennung der Eltern unterschiedlich lange zurückliegt, treffen sich ein Mal pro Woche für rund zwei Stunden. Mit den Leiterinnen Gaitzsch und Bell als neutralen Ansprechpartnern sollen die vielen Fragen, die sich Kindern nach einer Scheidung oder Trennung stellen, beantwortet werden. Ihre Wut können die Jungen und Mädchen dabei frei artikulieren – mit Hilfe eines kleinen Dinos, der in diversen Varianten der Darstellung verschiedene Stimmungslagen darstellt.

Auch sonst spielen Symbole in der Gruppenarbeit eine große Rolle – und sei es durch ein Brett mit Figuren, das auseinandergenommen werden kann und so eine Trennung verbildlicht.

Ihren Gesprächspartnern begegnen die beiden Erwachsenen mit großer Offenheit: „Wir versuchen, den Kindern einen Ort zu geben, wo sie alles erzählen können“, formuliert es Agnes Gaitzsch. In separaten Treffs werden darum auch die Angehörigen der Kinder mit einbezogen. Und selbst nach Ablauf der vier Monate, in denen sich die Gruppe trifft, ist unter Umständen noch immer nicht Schluss: „Wenn diese Zeit zu Ende geht, wird geguckt: Besteht noch Beratungsbedarf?“

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