Traum vom Kunstrasenplatz in weiter Ferne?

Von: Sandra Kinkel
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Langerwehe. Der Traum des TuS 08 Langerwehe vom Kunstrasenplatz am Sportgelände auf dem Rymelsberg könnte in weite Ferne gerückt sein. Wie berichtet, war auf Initiative von SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen beantragt worden, die Beratung über das neue Sportgelände – immerhin soll die Gemeinde rund 160.000 Euro der Kosten übernehmen – vom Sport- an den Bauausschuss zu übertragen.

Die SPD-Fraktion denkt darüber nach, ein „Sportleistungszentrum“ mit Kunstrasenplatz und Tartanbahn in Langerwehe zu bauen, das von allen Sportvereinen und auch von den Schulen genutzt werden könnte. Das Gelände am Rymelsberg könnte zum Baugebiet werden. Die SPD will mit den konkreten Planungen abwarten, bis der neue Flächennutzungsplan für die Töpfergemeinde erstellt ist – und hält auch deswegen eine Beratung im Bauausschuss für erforderlich.

Die Christdemokraten hatten Einspruch gegen den Beschluss, die Entscheidung an den Bauausschuss zu übergeben, eingelegt. Dieser Einspruch wurde abgelehnt – und das knapp mit 13 zu 13 Stimmen. „Bei Gleichstand“, erklärte Ralf Schröder, stellvertretender Bürgermeister im Amt, „gilt der Einspruch als abgelehnt. Das sieht die Gemeindeordnung so vor.“

Eigentlich müsste jetzt der Bauausschuss Ende Oktober über den Bau des Kunstrasenplatzes debattieren und der Rat in seiner Sitzung am 15. Dezember endgültig entscheiden. Um eine Diskussion im Fachausschuss zu verhindern, hat die CDU allerdings am Freitag eine Sondersitzung des Rates noch vor der nächsten Bauausschusssitzung am 27. Oktober beantragt.

Ob es dann zu einer Entscheidung für den Kunstrasenplatz kommt, ist fraglich. CDU-Ratsherr Markus Kuckertz, gleichzeitig auch Vorsitzender des TuS 08 Langerwehe, darf an dieser Abstimmung nicht teilnehmen. Der CDU fehlt also die Mehrheit, wenn die Opposition zu der Sondersitzung vollständig erscheint.

„Wir lassen es drauf ankommen“, sagte CDU-Fraktions-Vorsitzende Astrid Natus-Can am Freitag. „Die SPD muss sich für oder gegen einen Kunstrasenplatz für Langerwehe entscheiden.“ Der TuS 08 bräuchte jetzt einen neuen Platz, weil Aschenplatz am Rymelsberg in einem absolut desolaten Zustand sei.“ Hans-Jürgen Knorr von Bündnis 90/Die Grünen betonte, dass es sinnvoll sei, mit der endgültigen Entscheidung zu warten, bis der Flächennutzungsplan fertig sei.

Außerdem sei auch die finanzielle Frage zu berücksichtigen. „Langerwehe bekommt zwar Geld aus dem Kommunalen Investitionsförderprogramm. Aber dieses Geld können wir nur einmal ausgeben, und Baustellen gibt es in Langerwehe derzeit viele.“

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