Trauerbegleiter sind eine Chance für die Kirche

Von: Christoph Hahn
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Befähigt zum kirchlichen Begräbnisdienst: Teilnehmer eines Kurses der Diözesanen Kontaktstelle in Düren, die von Pfarrer Toni Straeten (oberste Reihe links) und Pastoralreferentin Maria Buttermann (mittlere Reihe, Mitte) begleitet wurden. Foto: Christoph Hahn

Kreis Düren. Anton Straeten, Priester aus Düren und in der Kreisstadt Leiter der Diözesanen Kontaktstelle für Trauerpastoral und Trauerbegleitung, macht aus seiner Meinung keinen Hehl. Der Einsatz von Laien im kirchlichen Begräbnisdienst sei „kein Not-stopfen, sondern eine große Chance für die Kirche“.

Den Glauben „von unten“, von der Basis her durch den Dienst an Verstorbenen und Hinterbliebenen unter die Menschen zu bringen: Dieser Gedanke hat spürbar auch die zwölf Frauen und Männer aus Kreuzau, Düren, Jülich, Langerwehe, Titz und Niederzier, aber auch aus Bonn, Eschweiler und Alsdorf motiviert, sich in einem Kurs unter der Leitung von Straeten und Pastoralreferentin Maria Buttermann für diesen Dienst befähigen zu lassen. Die Beauftragung durch den Bischof von Aachen gibt den Teilnehmer für zunächst vier Jahre das Recht, Menschen zur letzten Ruhe zu geleiten.

Thomas Kremer aus Alsdorf-Hoengen fühlt sich von Papst Franziskus motiviert und will in seinem Sinne „kein Moralapostel“ sein, sondern ein lebendiges und glaubwürdiges Zeugnis des Glaubens ablegen. Dessen Vermittlung ist ihm sowieso nicht fremd: Von Beruf ist er Gymnasiallehrer, unter anderem für das Fach Religion.

Dieter Leroy aus Eschweiler folgte einer Notiz im Pfarrbrief und hat eigenem Bekunden nach schon vier Mal seinem Heimatpfarrer bei Beerdigungen assistiert.

Barbara Brüsselbach aus Jülich-Selgersdorf wiederum hat schon vorher Wortgottesdienste geleitet, räumt aber auch ein: „Ich hätte es mir vorher gar nicht vorgestellt.“ Auch Matthias Biergans aus Niederzier bringt schon Erfahrungen im Gestalten von priesterlosen Liturgien mit und hat außerdem Bettlägerigen die Krankenkommunion nach Hause gebracht. Und auch Egon Jakobs aus Kreuzau bringt schon eine lange kirchliche Biografie mit, war Messdiener und Lektor und leitet heute noch Wortgottesdienste. Sein Ideal: Er will „einfach bei den Menschen sein“.

Die beiden Kursdozenten haben Egon Jakobs und den anderen Teilnehmern viel Rüstzeug für ihre Tätigkeit mitgegeben. Ob es um den korrekten Vollzug der Rituale geht oder darum, wie man ein Kondolenzgespräch führt: Dies alles und noch mehr haben Maria Buttermann und Toni Straeten den Zuhörern im – von Thomas Kremer abgesehen – fortgeschrittenen Alter mit auf den Weg gegeben. Auch die Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit gehörte dazu. Glaubwürdig und fundiert Menschen nach einem Verlust zur Seite zu stehen – darum ging es bei der Vorbereitung.

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