„Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum!”

Von: ptj
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Kreis Düren. „Ich bin ich und das ist gut so”, lautet der Titel des zweiten Buches von Peter Maaßen.

Bekanntermaßen schreibt, plant und organisiert der Gevelsdorfer gerne, vor allem aber will er „nicht vergessen sein”.

Dieses Anliegen brachte er bereits in seinem ersten Buch zum Ausdruck. „Ich bin ich” bezieht sich aber nicht nur auf ihn, die Hauptperson ist sein Großneffe Nils, der vor vier Jahren zur Welt kam, völlig unerwartet mit dem „Down-Syndrom”.

Maaßen will wachrütteln, aufzeigen, sensibel machen und den Stellenwert von Menschen mit Handicap in unserer Gesellschaft wieder ins Blickfeld rücken.

Kritisch, tröstend, ermutigend

Dafür konnte er kaum einen bessern Ort wählen als das Stammhaus Jülich, wo 18 junge Menschen mit unterschiedlichen Handicaps unter fachkundiger Betreuung glücklich zusammenleben. Die Menschen an diesem Ort sind die Herzensangelegenheit des Hobbyschriftstellers. So soll einmal mehr der Erlös aus dem Verkauf seiner Bücher den Stammhausbewohnern zugute kommen.

Als aufmerksamer Beobachter schreibt Maaßen Geschichten über die ersten Lebensjahre seines Großneffen, die man „über jedes Kind hätte schreiben können”, mal lustig und heiter über die Art unserer Gesellschaft, mit dem Thema Behinderung umzugehen, mal tröstend und Mut machend, sein Kind als Geschenk anzunehmen. Manchmal schreibt er kritisch, sogar anklagend.

Dann überträgt er menschliche Lebenssituationen auf einen Regenbogen mit seinem prächtigen Farbenspiel, über den „auch die Engel zur Erde kommen. Aber: Ohne Tränen hätte die Seele keinen Regenbogen”. Der Hobbyautor klärt auf, zum Beispiel über das Down-Syndrom selbst oder den „Nackenfaltentest” während der Schwangerschaft, der Auskunft über Behinderungen und Fehlbildungen geben soll.

Nie verletzen seine Worte, nie gibt er Intimes preis. Maaßen ermuntert die erschienen Gäste: „Schreibe das Drehbuch deines eigenen Lebens, träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum”. Zu den Gedichten und Geschichten im Buch zählt auch eine von Mira Lobe über ein buntes, zunächst trauriges Tier mit Identitätsproblemen, das aber zu dem Schluss kommt: „Sicherlich gibt es mich. Ich bin ich”.

So wünscht Maaßen auch Nils, der mit Eltern und Bruder zu den Gästen zählte und das erste Buch als Geschenk erhielt, dass „er vielleicht eines Tages in die Welt zieht und verkündet: Ich bin ich”.
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