Stockheim - Tränen gelacht und geweint

Tränen gelacht und geweint

Von: DANIELA MARTINAK
Letzte Aktualisierung:
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Die Mundartband „Schwees Fööss“ bot bei ihrem ersten Adventskonzert 180 Minuten Besinnlichkeit. Zuschauer hatten Tränen in den Augen. Foto: Martinak
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Weihnachtskonzert der Schweess Fööss in Stopckheim

Stockheim. Besinnlichkeit. Mehr Worte braucht es nicht, um den Abend zu beschreiben, den die Gäste des musikalischen Adventsabends mit den Schweess Fööss in der alten Kirche in Stockheim erlebten. „Es gibt nichts Schöneres, als diesen Abend mit euch zu verbringen“, sagte Addy Clemens.

Hinter dem Konzert steckte viel Vorbereitung: Die Technik muss funktionieren, der Ton an das alte Gemäuer angepasst werden und die Lichteffekte für eine tolle Atmosphäre sorgen.

Der Plan, ein besinnliches Konzert auf die Beine zu stellen, ist aufgegangen. Schon bevor die Hauptakteure die Bühne betraten, machte sich bereits musikalische Weihnachtsstimmung breit: Der Saxophonist Jürgen Keymer, den Clemens aus Kindertagen kennt, überbrückte mit beeindruckenden Klängen die Zeit vom Einlass bis zum Anfang des Konzertes und spielte auch in der Pause. Mehr als 120 Besucher hatten sich in der Kirche versammelt, die voller und voller wurde.

„Wir wollten es gemütlich haben. Haben extra gesagt, dass wir diesen Jahresabschluss im kleineren Rahmen feiern wollen. Wir hätten doppelt so viele Karten loswerden können“, erklärte der Fööss-Frontmann, bevor es losging.

Wenig später wurde er ein wenig unruhig: „Jetzt gibt es kein zurück mehr.“ Unter dem Motto „Janz Höösch“, die Nikolausmützen aufgesetzt, traten schließlich pünktlich zur angekündigten Uhrzeit Clemens und seine Bandkollegen Carlo Valter, Helmut Geuenich, Achim Thiem, Reinhold Kuck, Willi Pohl und Walter Eschweiler auf die Bühne.

Es sei das erste Konzert dieser Art, eröffnete die Dürener Mundartband ihren Fans. Schon lange hätten sie den Wunsch gehabt, solch einen Abend zu gestalten. „Es war doch mehr Arbeit als gedacht. Wir stellen ja ein komplett neues Programm vor. Neue Texte, neue Lieder, ein paar gecoverte Stücke, aber dennoch auf uns abgestimmt“, betonte Clemens. Dabei soll jedoch der „Spass an d‘r Freud“ nicht zu kurz kommen, sowohl für die Leute vor als auch für die auf der Bühne. Spaß hatten sichtlich alle.

Und noch eine Überraschung hatte die Band in petto: Plötzlich wurden nämlich Peter Kapschak und Heinz-Willi Becker alias „Huddel un Brassel“ nach vorne gerufen. Und auch die beiden erfreuten das Publikum mit ihren Texten, Liedern und lustigen Gedichten und Geschichten. Allerdings „ist das hier keine kölsche Weihnacht“, wie Clemens immer wieder betonte. Wenn es gut laufe, werde das Konzert im kommenden Jahr sicher wiederholt, aber „rumtingeln“ wollten die Schwees Fööss damit nicht. „Es passt einfach alles: Der Schnee, die Stimmung und die Leute, die hier sind“, sagte Clemens. Die Schweess Fööss boten ein Konzert für das Herz. Drei Stunden lang begeisterten sie ihre Fans.

180 Minuten Besinnlichkeit. „Wunderbar. Ich hatte bei manchen Liedern Tränen in den Augen, wenig später schüttelte ich mich vor Lachen. Besser hätte es nicht sein können“, lobte eine Besucherin. Der Erlös dieses Abends soll einer Kindereinrichtung in der Region zugutekommen. Clemens: „Es war von vorneherein unser Anliegen, Menschen, die es eben nicht so gut haben, zu unterstützen. Gerade in der Vorweihnachtszeit finden wir das wichtig.“

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