Nideggen - Touristisches Dienstleistungszentrum: Fördergeld gesichert

Touristisches Dienstleistungszentrum: Fördergeld gesichert

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GIS-Geschäftsführer Peter Kaptain (r.) und Gerhard Kuckertz (DGA) präsentieren das Bistro des touristischen Dienstleistungszentrums. Die Auszubildenden der DGA werden ab diesem Frühjahr dafür sorgen, dass es den Gästen hier schmeckt.

Nideggen. Während die Handwerker und Helfer seit Mitte April 2008 hämmerten, bohrten und spachtelten, um das ehemalige Haus der Familie in Nideggen in ein Touristisches Dienstleistungszentrum (DLZ) zu verwandeln, hörten die Verantwortlichen die ganze Zeit noch ein anderes Geräusch: das Ticken der Uhr.

Bis zum Jahresende 2008 musste die Gründerzeit-Villa vollständig umgebaut sein, wollte der Kreis Düren die komplette Fördersumme von knapp 1,6 Millionen Euro vom NRW-Wirtschaftsministerium bekommen.

Diese Gefahr ist gebannt, das Werk vollendet. Ein paar Pinselstriche noch und die Grundreinigung, dann kann das neue Mobiliar für das Nationalparktor der Stadt Nideggen und den gastronomischen Ausbildungsbetrieb der Dürener Gesellschaft für Arbeitsförderung (DGA) ausgepackt und aufgestellt werden.

Eine Punktladung

„Das war eine Punktlandung! Kompliment an alle, die daran mitgewirkt haben”, würdigt Landrat Wolfgang Spelthahn, Initiator des DLZ, den Kraftakt. Neben Kraft war vor allem organisatorisches Geschick gefordert, wie Kreis-Dezernent Peter Kaptain, Geschäftsführer der federführenden Gesellschaft für Infrastrukturvermögen des Kreises Düren (GIS), beim Rundgang durchs neue alte Gebäude berichtet.

„Statt nacheinander haben die Handwerker der verschiedenen Gewerke oft nebeneinander gearbeitet, um im Zeitplan zu bleiben.” Mitten unter ihnen: die langzeitarbeitslosen jungen Leute, die die DGA fit für Bauberufe auf dem ersten Arbeitsmarkt macht.

Mehr als zwei Millionen Euro wurden in das ehemalige Gebäude des Bistums Aachen investiert. Von außen sieht man das kaum. Der nüchterne Betonanbau aus den 70er Jahren ist komplett verschwunden, ein Verdienst der DGA-Maßnahmeteilnehmer. Innen wurde die Villa komplett umgebaut.

Im Erdgeschoss erhalten die Besucher demnächst einen Vorgeschmack auf den Nationalpark Eifel. Empfangsschalter, Filmvorführ- und Ausstellungsraum mit interaktivem Geländemodell sind im typischen Nationalpark-Design gestaltet. Alles ist barrierefrei, Tastelemente im Boden weisen Blinden den Weg.

Auch den ins schmucke, lichtdurchflutete Bistro der DGA. Die Speisen werden per Aufzug aus der Lehrküche in den ehemaligen Wintergarten geliefert. „Hier werden wir 36 langzeitarbeitslose junge Leute zu Gastronomiefachkräften ausbilden”, erläutert DGA-Bauleiter Gerhard Kuckertz.

Den Boden abgesenkt

Um die Küche im Untergeschoss einbauen zu können, musste der Boden um fast einen Meter abgesenkt werden - wieder ein Fall für die DGA. Von der Küche geht es direkt ins Restaurant, das für jedermann offen sein wird. In den oberen Etagen stehen Schulungs- und Büroräume zur Verfügung, teils mit tollem Burgblick.

Als drittes Element wird die neue Nideggener Jugendherberge auf dem Villa-Gelände errichtet. Realisiert wird der Neubau von der GIS. Deren Geschäftsführer Peter Kaptain rechnet damit, dass 2010 Einweihung gefeiert werden könnte.
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