Topmodel-Fotograf Porschen: „Will eigenen Stil entwickeln”

Von: Tobias Röber
Letzte Aktualisierung:
Vor der Kamera steht Lukas Por
Vor der Kamera steht Lukas Porschen gar nicht mehr so gerne, sondern lieber dahinter. Der 20-Jährige geht bald in die USA und will danach in Hamburg durchstarten. Foto: Röber

Gürzenich. Vom Glamour von Germanys next Topmodel hat der Eingang zum Fotostudio eher wenig. Er liegt versteckt in einem Hinterhof an der Mariaweiler-straße, einige marode Stufen führen hinunter zur Eingangstüre, und nur ein kleines Schild verrät, dass sich hinter den alten Mauern überhaupt mehr verbirgt.

Und doch war vor wenigen Tagen eine Ex-Kandidatin von Germanys next Topmodel dort zu Gast. Sarah Jülich hatte ein Fotoshooting - mit dem jungen Dürener Fotografen Lukas Porschen, der das Studio seit rund einem Jahr unter dem Namen Lupo Porschen führt.

„Mir gefällt das hier sehr gut”, sagt Lupo Porschen und meint damit, dass es eben nicht nach Glamour und Hochglanz aussieht. Das Innere seines Studios ist zweckmäßig. Eine Couch, ein Tisch, Schreibtisch, ein Regal, Schminktisch mit Beleuchtung und eben alles, was er braucht, um seine Kunden ins rechte Licht zu setzen.

Das macht der 20-Jährige noch gar nicht so lange. Er hat in den vergangenen Jahren vieles ausprobiert. Er hat getanzt und selbst gemodelt. Künstlerisches und Kreatives haben es ihm schon seit der Kindheit angetan. Als Model stand er öfters vor der Kamera. Aber zum einen habe er mit 1,74 Meter das Gardemaß um mindestens neun Zentimeter verpasst, zum anderen habe ihm das Modeln nach einiger Zeit auch keine Freude mehr bereitet. „Wenn ich die Fotos gesehen habe, dachte ich immer, dass ich das besser kann”, sagt Lupo Porschen.

Und da der 20-Jährige in solchen Situationen einfach mal macht, schnappte er sich die Kamera seiner Mutter und legte los. Mit Freunden begann er zu fotografieren. Er kaufte sich Bücher, schaute Videos im Internet an und testete viel. Eine Ausbildung zum Fotografen zu machen, kam für ihn nie infrage. „Ich will meinen eigenen Stil entwickeln”, sagt er. Die Ergebnisse veröffentlichte er im Internet, seine Fangemeinde wuchs dort schnell an.

Erste Aufträge folgten. Lupo Porschen fotografierte etwa in Berlin, Düsseldorf und Hamburg. Und eben Sarah Jülich in seinem eigenen Studio. Es ist dennoch ein hartes Brot. Ganz davon leben kann er derzeit noch nicht. Bis zum Monatsende arbeitet Lupo Porschen, der gerade sein Abitur am Wirtschaftsgymnasium abgelegt hat, noch an einer Tankstelle.

Ab Juli sollen die nächsten Schritte folgen. Für zwei Monate geht der junge Fotograf in die USA, je einen Monat nach New York und nach Los Angeles. „Ich möchte dort bekannten Fotografen assistieren”, sagt er. Ein paar lose Kontakte habe er bereits geknüpft, fix ist nichts. Wieder einmal wird viel auf die Eigeninitiative ankommen.

Ende dieses Monats endet Lupo Porschens Zeit in Düren. Ab September lebt er in Hamburg, „der Hauptstadt für Fotografie”, wie er sagt. Am liebsten schießt er Modefotos, aber auch Porträtfotos, die den Charakter der Person widerspiegeln, haben es ihm angetan.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert