„Tonspuren”: Satirische Texte und romantische Musik

Von: kaba
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Sie präsentierten satirische Weihnachtstexte und romantische Musik (v.l.): Schauspielerin Marita Breuer, Flötistin Darja Großheide, Geigerin Gabriele Nußberger und Gitarrist Csaba Szèkely. Foto: Bach

Langerwehe. Es war das sechste Konzert der Reihe „Tonspuren” im Töpfereimuseum Langerwehe. Passend zur Vorweihnachtszeit und zum winterlichen Wetter begeisterten Darja Großheide, Gabriele Nußberger, Csaba Szèkely und Marita Breuer mit einer Mischung aus satirischen Weihnachtstexten und romantischen Musikstücken.

Die Tonspurenkonzerte, die seit Juli an jedem dritten Montag im Monat stattfinden, seien ein richtiger Geheimtipp geworden, verriet die Leiterin des Töpfereimuseums, Dr. Kirsten Maaß. „Wir haben in ganz kleinem Rahmen angefangen, und dann hat es sich immer weiter rundgesprochen”, sagt auch Frenny Simons, erster Vorsitzender des Förderkreises, der die Veranstaltung mitorganisiert. Auch anlässlich des letzten Konzerts dieses Jahres hatten viele Besucher trotz Schneechaos den Weg ins Töpfereimuseum gefunden.

„Das zeigt, wie gut die Konzerte ankommen”, freute sich Maaß. Und dann entführten die Musiker um Darja Großheide und die Schauspielerin Marita Breuer das Publikum in die Vorweihnachtszeit. Die Texte, die die bekannte Dürenerin mit viel Betonung und Gestik vortrug, ließen die Zuhörer schmunzeln, regten aber gleichzeitig zum Nachdenken an. Und bei Kerzenschein dachten wohl an diesem Abend viele, dass sie manche beschriebene Situation wie das Baumschmücken nur zu gut kennen.

Dunkelheit und Emotion

Die Musikstücke aus der Zeit der Romantik rundeten die Vorträge auf eine ganz besondere Art ab. „Die Musik wendet sich der Nacht zu. Sie geht weg von der Aufklärung, die für das Licht und die Klarheit stand. Es geht um Dunkelheit und Emotion. Man wollte etwas Neues und eine klare Abgrenzung zur vorangegangenen Epoche”, erklärte Flötistin Darja Großheide, die für die Konzertreihe Tonspuren verantwortlich zeichnet. Und so ist auch ihr sechstes Konzert etwas Neues. Die Mischung aus satirischen Texten und Musik von Flöte, Gitarre und Bratsche begeisterte die Zuhörenden.

„Wunderbares Geschenk”

„Ich war wieder einmal verzaubert. Ihr habt mich in einen Bann gezogen, zum Träumen gebracht und auch zum Schmunzeln. Es war ein wunderbares Geschenk”, bedankte sich Kirsten Maaß für einen schönen Konzertabend. Mit der Zugabe entließen die Musiker das Publikum mit einem kleinen Appell in die Weihnachtszeit. „Und wäre diese Welt nicht schon um einiges angenehmer, wenn wir sie nur ein klein bisschen mehr schätzten? Nein? Na dann eben nicht!”, beschloss Maria Breuer den Abend mit den Worten aus einer „Predigt” von Robert Gernhardt.
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