Ton in Ton: Soloauftritte und Gemeinschaftsarbeiten im Museum

Von: Christoph Hahn
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Brigitte Balser aus Kelmis, Michaela Müller aus Bergisch-Gladbach sowie die beiden Kölnerinnen Hanne Dammeyer-Kierdorf und Petra Paffenholz zeigen im Töpfereimseum ihre Werke. Foto: Christoph Hahn

Langerwehe. Vier Künstlerinnen präsentiert die neue Ausstellung „Ton in Ton“ im Töpfereimuseum Langerwehe. Gemeinsam mit der Innenarchitektin Brigitte Balser aus Kelmis im deutschsprachigen Teil Ostbelgiens zeigen dort bis zum 17. November deren Schwester, die Grafikdesignerin Michaela Müller aus Bergisch-Gladbach sowie die beiden Kölnerinnen Hanne Dammeyer-Kierdorf und Petra Paffenholz ihre Werke – mal solistisch, mal zusammen als Gemeinschaftsarbeit.

Verschieden wie Herkommen und Temperamente der Künstlerinnen wirken auch deren Materialien. So ist die gebürtige Dänin Dammeyer-Kierdorf die einzige Keramikerin des Quartetts. In Objekt-Kästen aus gebranntem Ton hat sie kleine Welten gepflanzt, einen Park etwa, einen Individualisten und direkt darüber einen Raum voller roter Männlein, die wie geklont oder fotokopiert wirken.

Die Zeichnerin Paffenholz verbindet ihr Medium mit objekthaften Zügen, derweil die Innenarchitektin Balser am Computer Fotos digital bearbeitet. Diese Fotos treffen dann mit den Arbeiten von Michaela Müller zusammen, die aus so genanntem Tonpapier ausschneidet und zergliedert. Ganz bewusst gehen die Künstlerinnen auch auf die Struktur des Ausstellungssaales im Langerweher Museum ein. Die Vitrinen in der Wand nutzen sie fast durchweg als Räume, in denen sie sich begegnen, Kontraste schaffen oder ein witziges Spiel treiben, wie zum Beispiel in jenem Schaukasten, den sie als „Viererbande“ farblich „Ton in Ton“ eingerichtet haben.

Wiewohl jeder Beitrag – mag er solistisch sein oder Teil einer Gemeinschaftsarbeit – für sich stehen kann, haben Museumsleiterin Dr. Kirsten Ulrike Maaß und die Museumspädagoginnen Maria König, Ellen Riediger, Lydia Reinartz und Sibylle Stollwerk ein umfangreiches Begleitprogramm entwickelt. Eine ganz andere Hinführung zu den Exponaten bietet ein Element, das Hausherrin Maaß besonders wichtig ist: „Das i-Tüpfelchen bilden die acht Hörspots, die Thomas Becker und Anne Krickeberg komponiert haben. Durch diese Hörspots bekommt die Ausstellung neben der visuellen eine zusätzliche akustische Komponente.“ Wohlgemerkt: „Die Hörspots sind via QR-Code mit dem Smartphone abrufbar.“

Weitere Informationen im Internet unter www.toepfereimuseum.de

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