Langerwehe - Töpfermarkt in Langerwehe: Vom Steinzeug bis zum Porzellan

Töpfermarkt in Langerwehe: Vom Steinzeug bis zum Porzellan

Von: Sandra Kinkel
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Über 30 Keramiker werden beim 41. Langerweher Töpfermarkt am ersten Adventswochenende in und um das Töpfereimuseum wieder ihre Waren präsentieren. Foto: Sandra Kinkel

Langerwehe. „Wir sind kein Weihnachtsmarkt, sondern ein besonderer Spezialmarkt für Keramik und gehobenes Kunsthandwerk. Deswegen heben wir uns auch von herkömmlichen Advents- und Weihnachtsmärkten ab.“ Dr. Kirsten Ulrike Maaß, Leiterin des Töpfereimuseums, bringt es auf den Punkt.

Wenn am kommenden Wochenende, 28. und 29. November, der Langerweher Töpfermarkt jeweils von 11 bis 18 Uhr zum 41. Mal seine Pforten öffnet, sind 33 der rund 50 Aussteller Keramiker. „Deren Angebot“, sagt Maaß, „reicht von handgefertigtem Gebrauchsgeschirr über Gartenkeramik, Schmuck und Musikinstrumenten aus Ton bis zu künstlerisch gestalteten Einzelstücken.“ Der Töpfermarkt, ist Maaß überzeugt, liefere einen guten Überblick über das breite Feld der Keramik von Steinzeug bis hin zu Porzellan.

Das Angebot der Keramiker wird durch die Produkte zehn weiterer Kunsthandwerker bereichert. Unter anderen wird es Gewebtes und Gefilztes geben. Klar, dass die großen und kleinen Besucher des Töpfermarktes in der Museumswerkstatt ihr eigenes Geschick im Umgang mit Ton testen können. Wie immer ist es der Museumsleiterin und ihrem Team ein großes Anliegen, für den Töpfermarkt eine besonderes Atmosphäre zu schaffen.

So wird Keramiker Michal Pihal an beiden Markttagen die besondere Technik des Rakubrands präsentieren. Kleine Töpfermarktbesucher können sich auf „weihnachtliches Puppentheater auf Augenhöhe“ mit Puppenspieler Ralph Hohmann freuen. Für die musikalische Begleitung des Marktes sorgen das Duo „KaleidoKlez“ mit Folklore und jiddischer Musik. Am Töpfermarktsonntag treten zudem das Jugendorchester der Bläservereinigung Merode und Gerhard Weiler aus Luchem mit seinem Akkordeon auf.

Mitglieder des Asylkreises Langerwehe haben gemeinsam mit Flüchtlingen, die in der Töpfergemeinde eine neue Heimat gefunden haben, Weihnachtsbaumschmuck gefertigt, der auf dem Töpfermarkt zu Gunsten des Asylkreises verkauft wird. Der „Verein zur Erhaltung der Alten Kirche“ lädt anlässlich des Töpfermarktes zum Besuch des Lichterbildes in die Kirche an. Guido Schega, der das Lichterbild seit dem vergangenen Jahr gestaltet, hat sich diesmal für das Motiv der Rose entschieden.

„Die Rose“, so der Künstler, „entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem vielschichtigen Symbol der christlichen Welt. Sie steht sowohl für Vergebung, als auch für das Leiden.“ Schega zeichnet die Umrisse der Blume in Sandlinien auf den Boden der Alten Kirche auf dem Rymelsberg, mit den Teelichtern der Besucher wird die Blume zum Leuchten gebracht. Zum Abschluss des Töpfermarktsamstages findet in dem historischen Gotteshaus eine „Lichterbildvesper“ mit Mitgliedern der Mittelaltergruppe „Wehter Kumpaney“, der St.-Matthias-Bruderschaft“ aus Schlich und einer Flötengruppe statt.

„Wir haben als Vorbild für unsere Feier die lateinische Sonntagsvesper gewählt“, sagt Regina Merz, Mitglied der Gruppe „Wehter Kumpaney“. „Ich glaube, dass das etwas ganz Besonderes wird.“ Im Anschluss an die Vesper zieht ein Lichterzug mit einer Kerze aus dem Lichterbild der Alten Kirche zur neuen Pfarrkirche St. Martin.

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