Töpfereimuseum: Kein neuer Museumsdirektor mehr

Von: kin
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Langerwehe. Dr. Kirsten Maaß, seit 2006 Leiterin des Töpfereimuseums, wird Langerwehe zum 1. Juli verlassen. Gemeinde und Maaß haben sich in beiderseitigem Einvernehmen getrennt. Die Stelle soll nicht mehr neu besetzt werden.

Ob ein Eigenbetrieb das Museum übernehmen wird oder die Mitglieder der beiden Fördervereine mehr Verantwortung übernehmen können, soll noch überlegt werden. Bereits vor gut einem Jahr hatte die Langerweher CDU-Fraktion laut darüber nachgedacht, die Trägerschaft des Museums abzugeben. Der Grund: Das Museum verursacht jährlich Kosten in Höhe von 320.000 Euro.

„Gleichzeitig“, sagt CDU-Fraktionsvorsitzende Astrid Natus-Can, „hatten wir vor zwei Jahren den Eindruck, dass das Museum inhaltlich und wirtschaftlich nicht gut arbeitet. Das Museum war vom Ort und den Menschen weggerückt.“

Mittlerweile, ergänzt die Christdemokratin, hätten die Mitglieder der Fördervereine des Museums sich wieder stark eingebracht und beispielsweise auch federführend die Organisation des vergangenen Töpfer- und Eifelmarktes übernommen. „Die Märkte“, betont Natus-Can, „konnten nur dank der Unterstützung der Ehrenamtler erhalten bleiben.“

Auch die geplante Ausstellung mit Arbeiten von Professor Karl Manfred Rennertz, einem Langerweher, und die Etablierung einer Kleinkunst-Reihe sei auf Initiative von ehrenamtlichen Kräften geschehen. Natus-Can: „Es muss uns gelingen, dass die Langerweher ihr Museum wieder nutzen.“ Man wolle nun Ruhe einkehren lassen, um zu prüfen, welche Ausrichtung das Museum in Zukunft haben könnte.

Natus-Can: „Dazu wollen wir allen Beteiligten die nötige Zeit geben.“ Einsparmöglichkeiten gebe es deswegen im Bereich Töpfereimuseum nicht. Natus-Can: „Positiv ist aber, dass der Kreis Düren auch in Zukunft einen Zuschuss von 30.000 Euro jährlich zahlen wird, auch wenn die Leiterstelle nicht mehr besetzt wird.“

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